Donauwelle wie bei Oma

Liebt ihr Donauwelle auch so sehr wie ich? Für ein gutes Stück von diesem Kuchen würde ich so allerhand stehen und liegen lassen! Mit Donauwelle verbinde ich Familiengeburtstage aus meiner Kindheit. Früher haben sich alle pünktlich um 15 Uhr an der Kaffeetafel versammelt. Meistens gab es dann so tolle Sachen wir Käsesahne, Rotweinkuchen, Schwimmbadtorte und wenn ich mir was wünschen durfte: DONAUWELLE!

Aber ich mochte sie nur von meiner Oma! Oftmals haben Nachbarn oder Verwandte für die großen Geburtstage mitgebacken. Während die einen sämtliche Kuchen und Torten zu trocken und zu wenig süß gemacht haben, so war bei den anderen vieles zu üppig. Ich bin da einfach ein Oma-Kind! Bei ihr war immer alles perfekt! Genau die richtige Menge von allem und mit Liebe gebacken!

Da man aus meiner Sicht bei Donauwelle viel falsch machen kann, habe ich euch unser Familienrezept mitgebracht. Wichtig ist nämlich, dass die Buttercreme mit Butter gemacht wird und nicht mit Margarine. Und dann gehört ein ordentlicher Schokoguß oben drauf. Keine Schokolade oder Kuvertüre, denn dann lässt sich der Kuchen nicht schneiden und die Schichten trennen sich!

Woher ich weiß, dass unser Familienrezept das beste ist? Ganz einfach! Der letzte Testesser, der ein Stück von genau dieser Donauwelle probiert hat ist der Mann von meiner Mama – unser lieber Paul! Ich zitiere:

Das ist keine DonauWELLE! Das ist ein DonauTSUNAMI!

Ist das nicht überzeugend? 😉

Jetzt hab ich aber genug geschwärmt! Hier kommt das Rezept (und bitte keine Kalorien zählen)…

Donauwelle (für 1 Blech):

  • 300g Butter (oder Margarine)
  • 200g Zucker
  • 7 Eier (Größe M)
  • 450g Mehl
  • 1 Backpulver
  • 3 EL Kakao
  • 2 Gläser Kirschen

Kirschen in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Butter mit Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und portionsweise hinzufügen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

Das Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Den Teig halbieren und eine Hälfte auf das Backblech streichen. In die andere Hälfte wird der Kakao eingerührt. Den dunklen Teig anschließend gleichmäßig auf dem hellen Teig verstreichen.

Die abgetropften Kirschen auf dem Teig verteilen und etwas andrücken.

Den Teig nun im vorgeheizten Ofen 30 Minuten backen. Bei der Stäbchenprobe sollte kein Teig mehr kleben bleiben.

Kuchen auf einem Gitter auskühlen lassen.

Für die Buttercreme:

  • 1 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver (ca. 55g)
  • 2 EL Zucker
  • 750ml Milch
  • 340g Butter (KEINE MARGARINE!), am besten Zimmertemperatur
  • 7 EL Puderzucker

Puddingpulver mit dem Zucker mischen und mit 80ml kalter Milch glatt rühren. Übrige Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald die Milch kocht, Puddingpulver einrühren und ein Minute unter Rühren kochen lassen.

Pudding abkühlen lassen und hin und wieder mit einem Schneebesen gut durchrühren, damit sich keine Haut bildet.

Wenn der Pudding auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, kann es weitergehen. Zimmerwarme Butter mit Puderzucker schaumig rühren. Löffelweise den Pudding unterrühren und hoffen, dass die Creme nicht gerinnt. Mir passiert das ständig und ich habe keine Ahnung warum. Bei Oma hat’s immer geklappt und sie hat es genau so gemacht!

Falls euch die Creme tatsächlich gerinnt, gibt es aus meiner Erfahrung nur eine Möglichkeit sie zu retten: Schlagt die Creme kräftig über einem warmen Wasserbad auf (oder im Thermomix bei 37-40°C). Sobald wieder eine homogene Masse entsteht, schlagt ihr sie über dem Eiswasserbad wieder kalt! Hat schon 2x funktioniert! 😉

Die fertige Buttercreme auf dem erkalteten Boden glatt streichen und kalt stellen.

Für den Guß:

  • 125g Palmin
  • 80g Zucker
  • 30g Kakao
  • 3 EL Rum
  • 1 Ei

Palmin in einem Topf zum schmelzen bringen – nicht zu heiß werden lassen. Es soll nur flüssig werden. Zucker, Kakao und Rum hinzufügen und mit dem Schneebesen verrühren. (Kann ein wenig klumpen, aber das wird)

Topf vom Herd nehmen, Ei hineingeben und glatt rühren. Die Mischung darf nur lauwarm sein, da das Ei sonst gerinnt!

Guß über dem Kuchen verteilen und kalt stellen!

Fertig ist die beste Donauwelle der Welt (und nein, ich will wirklich nicht wissen wie viele Kalorien das sind)!

Eure Cat

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Donauwelle wie bei Oma

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