Rucola-Cashew-Pesto

rucolapesto

Vor drei Monaten ist der Mixbecheraufsatz für meinen Pürierstab kaputtgegangen. Seitdem habe ich kein Pesto mehr gemacht und hatte leichte Entzugserscheinungen. Warum ich mir nicht einfach einen neuen Aufsatz gekauft habe? Weil ich mir ein sauteures Küchengerät geleistet habe und mir daher die Neuanschaffung eines Mixbechers sparen wollte.

….und gekauftes Pesto geht ja mal gar nicht!

Aber jetzt ist er endlich da – mein Thermomix. Täglich wartete ich auf die Email, dass er ausgeliefert wird und nach drei langen Monaten war’s dann gestern endlich soweit. Und natürlich musste als zuerst ein ordentliches Pesto her!

Da meine neue Küchenfee alles für mich wiegt, sind die Angaben diesmal ausschließlich in Gramm. Beim Olivenöl sind daher auch Gramm angegeben, was vermutlich nicht automatisch Milliliter sind. Ich denke beim nächsten Mal dran und werde bei Rezepten, die ich im Thermomix zubereite die Flüssigkeiten in Millilitern angeben.

Zutaten:

  • 80g Parmesan
  • 30g Cashewkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80g Rucola
  • 75g Olivenöl

Parmesan in den Mixer geben und auf höchster Stufe einige Sekunden fein zerkleinern. Cashewkerne hinzufügen und nochmals auf höchster Stufe mixen. Nun Rucola, Knoblauch und Olivenöl hinzugeben und auf mittlerer Stufe mixen, bis sich alles schön miteinander verbunden hat. Nach Belieben mit einer Prise Salz abschmecken – meist ist jedoch der Parmesan salzig genug.

Zubereitung Thermomix:

Parmesan in Stücken in den Mixtopf geben und 15 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Restliche Zutaten hinzufügen und 20 Sekunden auf Stufe 7 zerkleiner – fertig!

Wer keinen Mixer oder eine Küchenmaschine hat, kann das Ganze natürlich auch mit einem Pürierstab machen.

Pesto und ein Schraubglas füllen und bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren.

Falls ihr nicht alles auf einmal verbrauchen wollt, solltet ihr das Pesto mit einem Schuß Olivenöl bedecken, damit es länger hält und oben drauf nicht grau wird.

Tipp: Ein Spritzer Zitronensaft im Pesto hebt den Geschmack 🙂

Guten Appetit,

Eure Cat

 

Honig-Sesam-Hühnchen

honig-sesam-hühnchen

…mit Baby Pak Choi und Basmatireis.

Gestern war Markt bei uns. Und wie immer, wenn ich ohne Einkaufszettel losziehe, kaufe ich einfach alles ein was lecker aussieht. Meistens ist das viel zu viel. Wenn ich dann zuhause ankomme, geht die Grübelei los „Was koch ich damit bloß?“.

Ein Einkauf ohne Zettel hat bei mir kein System und somit liegt auch dem Chaos im Einkaufskorb kein Rezept zugrunde. Diesmal war unter anderem Maishühnchenbrust, Sesam und Pak Choi in meinem Körbchen. Außerdem wartet ja noch die neue Lieferung von reishunger.de in der Speisekammer…

Und wie ihr seht ist daraus ein tolles Abendessen entstanden!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 650g Hühnchen (ich hatte Maishähnchenfilet)
  • 2 Eier
  • 40g Stärke
  • 4 EL Sesamöl
  • 80g Honig
  • 2 EL Tomatenmark
  • 55ml Sojasoße
  • 35g Sesam
  • 20g brauner Zucker
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Stärke
  • Salz, Pfeffer, Chiliflocken
  • 200gr Basmatireis
  • 300gr Baby Pak Choi
  • etwas Butter

Das Fleisch in gleichgroße Würfel oder Streifen schneiden. Eier mit 40g Stärke verquirlen und mit Chiliflocken und Pfeffer würzen. Die Fleischstücke in die Eiermasse geben und alles gut durchmischen. 3 EL Sesamöl in einer Pfanne erhitzen. Sobald das Öl heiß ist, Fleisch in die Pfanne geben und rundherum anbraten.

Fleisch aus der Pfanne in eine Auflaufform geben und zur Seite stellen.

Honig, Tomatenmark, Sojasoße, Sesam, Zucker und 1 TL Stärke miteinander verrühren. Knoblauch durch eine Presse drücken und zur Marinade geben. Das Fleisch mit der Marinade übergießen und einmal gut durchrühren, sodass alle Fleischstücke gut bedeckt sind.

honig-sesam-hühnchen

Im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft ca. 30Minuten backen. Zwischendurch umrühren.

In der Zwischenzeit Basmatireis 2x waschen. Mit der 1,5fachen Menge Wasser in einen Topf geben und eine Prise Salz hinzufügen. 10 Minuten stehen lassen. Anschließend den Herd auf die höchste Temperatur schalten, bis es zu kochen beginnt. Hitze sofort auf kleinste Stufe reduzieren und abgedeckt 15 Minuten quellen lassen. Nicht umrühren!

Baby Pak Choi putzen und in kochendem Salzwasser 2-3 Minuten blanchieren. Abtropfen lassen und halbieren. In einer Pfanne etwas Butter zerlassen und den Pak Choi 3-4 Minuten anbraten. Mit Chiliflocken würzen.

Nun alles zusammen anrichten und genießen! Es war sooooo lecker und ihr solltet das wirklich unbedingt mal nachkochen!

Guten Appetit,

Eure Cat

Sauerteigbrot – der zweite Versuch

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Der erste Versuch war nicht blogwürdig. 🙂 Obwohl ich sagen muß, dass es gut aussah und die Kruste auch schön knusprig geworden ist. Allerdings hat mir die Krume nicht gefallen, d.h. es war innen viel zu kompakt und leider gar nicht luftig…. Ich hatte es mit einem reinen Roggenbrot versucht. Irgendwie war die Idee an sich schon dämlich, da ich gar kein reines Roggenbrot mag. Am liebsten esse ich Brot mit etwa 80% Roggenanteil und daher war der zweite Versuch ein anderes Rezept.

Das hat auch gleich viel besser geklappt. Es ist zwar noch nicht perfekt, aber man muß sich ja auch steigern können, oder?!

Das Tolle am eigenen Brot ist, dass man weiß was drin ist. Keine Zusatzstoffe! Da es sich hier um ein reines Sauerteigbrot handelt, ist nicht mal Hefe drin. Lediglich Mehl, Wasser und Salz. Ich bin immer noch verblüfft was aus Teig werden kann, wenn man ihm einfach ein bißchen Zeit gibt.

Angefangen hat die „Brotbackkarriere“ mit dem Ciabatta vom Onkel (meinem lieben Mann) – hier verzeiht der Teig viele Fehler. Sauerteig ist da schon etwas empfindlicher, aber mit etwas Geduld hat auch das geklappt.

Eins noch vorweg: Brot braucht Zeit. Wenn ihr also jetzt mit dem Sauerteig ansetzen beginnt, könnt ihr frühstens in einer Woche euer erstes Brot essen. Aber das Warten lohnt sich!!!

Und sooooo geht’s:

Ihr müsst zunächst euer Anstellgut herstellen. Das ist der Grundstock zum Ansetzen von eurem Sauerteig. Das Anstellgut enthält später die erforderlichen Milchsäurebakterien, die dem Brot den typischen Geschmack verleihen.

Zutaten:

  • 100g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 160ml Wasser
  • einen Platz an einem warmen Ort (Zimmertemperatur)

Tag 1 – 20g Mehl mit 40ml Wasser (lauwarm) zu einem glatten Brei verrühren. Luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur 24 Stunden stehen lassen. Ich habe hierzu ein Glas mit Schraubdeckel verwendet.

sauerteigbrot

Tag 2 – der Teig muß nun gefüttert werden. Dazu erneut 20g Mehl und 40ml lauwarmes Wasser hinzugeben und glatt rühren. Wieder luftdicht verschließen und weitere 24 Stunden warten.

Tag 3 – Weiter füttern – wie an Tag 2 mit 20g Mehl und 40ml lauwarmem Wasser. Ihr solltet inzwischen kleine Bläschen erkennen und einen mild säuerlichen Geruch wahrnehmen können. Alles wieder gut verschließen und 24 Stunden warten.

Tag 4 – ein letztes Mal 20g Mehl und 40ml Wasser zugeben, gut verrühren und einen weiteren Tag warten.

Tag 5 – heute gibt es nichts mehr zu trinken, aber nochmal 20g Mehl. Der Teig sollte nun angenehm säuerlich riechen und eine wunderbar luftige Konsistenz haben.

Tag 6 – das Anstellgut ist fertig und kann jetzt bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Geruch erinnert mich an milden Naturjoghurt.

Ich kann noch keine Angaben zur Haltbarkeit des Anstellguts machen. Die Meinungen gehen da weit auseinander…. Ihr solltet euch jedoch immer vor Benutzung vergewissern, dass sich kein Schimmel gebildet hat. Wenn’s nicht mehr lecker säuerlich riecht – lieber weg damit und ein neues Anstellgut ansetzen!

Das Brot (nach einem Rezept von Plötzblog) – Zubereitungszeit 22 Stunden!

Zutaten für den Roggensauerteig:

  • 56g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 56g Wasser (50°C)
  • 28g Anstellgut

Zutaten für den Weizensauerteig:

  • 56g Weizenmehl (Typ 1050)
  • 56g Wasser (50°C)
  • 28g Anstellgut

Die jeweiligen Sauerteigzutaten mischen. Am besten zuerst Wasser und Mehl, damit das Anstellgut durch das heiße Wasser keinen Schaden nimmt. Die Teige luftdicht abgedeckt 10 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Zutaten für den Hauptteig:

  • 300g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 300g Weizenmehl (Typ 550)
  • 400-500ml Wasser (ca. 27°C)
  • 15g Salz
  • beide Sauerteige

Alle Zutaten etwa 5 Minuten miteinander verkneten. Anfänger (wie ich) sollten das Rezept gründlich lesen und erstmal nur 400ml Wasser hinzugeben. Der Teig wird ansonsten sehr feucht und ist nicht leicht zu handhaben. Ich habe diesen Hinweis leider überlesen und gleich das ganze Wasser hinzugefügt, sodass mir der Laib beim Backen etwas aus der Form gelaufen ist.

Den Teig abdecken und 2 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Alle 30 Minuten vom Rand zur Mitte hin falten – einmal rundherum und wieder abdecken.

Den Teig zu einem Laib formen und mit der Unterseite nach oben in einen gut bemehlten Gärkorb setzen. Ich habe mir einen Gärkorb
mit passendem Gärtuch besorgt – klappt super!

sauerteigbrot

Den Teig zugedeckt weitere 10 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

Backofen auf 280°C vorheizen. Je nachdem ob ihr das Brot in einem Gußeisentopf oder auf dem Backstein backen wollt, solltet ihr eure bevorzugte Wahl in jedem Fall mit vorheizen. Beim Topf den Deckel nicht vergessen!

Teig direkt aus dem Kühlschrank in den heißen Topf oder auf den heißen Stein stürzen und in den Ofen schieben. Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot für 60 Minuten backen. 15 Minuten vor Ende der Garzeit habe ich den Deckel abgenommen, damit die Kruste schön knusprig wird.

sauerteigbrot

Ich würde mich freuen, wenn ich ich den einen oder anderen von euch mit dem Brotvirus infizieren kann und ihr auch ins Backfieber geratet.

sauerteigbrot

Eine schöne Brotzeit,

Eure Cat

Schwäbischer Kartoffelauflauf

schwäbischer kartoffelauflauf

….mit Speck und Wirsing! Jaaaaa das klingt recht winterlich, wo doch der Frühling vor der Tür steht. Aber was soll ich sagen? Ich mußte meinen neuen Topf einweihen…. Fürs Brotbacken war der Sauerteig noch nicht weit genug und für einen aufwendigen Braten fehlte die Zeit. Warum also den Topf nicht als Auflaufform nutzen? So ein teures Teil aus Gußeisen kann schließlich alles! 🙂

Und so hat mir mein neues Schätzchen „La Cocotte“ von Staub einen herrlich deftigen Kartoffelauflauf serviert. Ich bin begeistert und hoffe ihr bekommt jetzt auch gleich Appetit!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1kg Kartoffeln (festkochend)
  • 2 TL Kümmel
  • 4-5 EL Essig
  • 100ml Gemüsefond
  • 6 EL Öl
  • 2 TL scharfen Senf
  • 800g Wirsing
  • 100g Speck
  • 150g Zwiebeln
  • 50g Butter
  • 35g Mehl
  • 350ml Milch
  • 80g Bergkäse, gerieben
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat

Die Kartoffeln mit Schale ca.25 Minuten in Salzwasser weich kochen. 2 TL Kümmel mit ins  Kochwasser geben.

In einer Schüssel aus Essig, Fond und Senf ein Dressing anrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Kartoffeln noch heiß pellen und in 5mm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben direkt ins Dressing geben und eine Stunde abgedeckt ziehen lassen.

Wirsing putzen und die Blätter in ca.5x5cm große Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen und direkt in einer Schüssel Eiswasser abschrecken. 300ml von dem Wirsingkochwasser aufheben und zur Seite stellen.

Wirsing gut abtropfen lassen und eventuell noch etwas trocken tupfen.

Speck in Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen. Zwiebeln schälen und fein würfeln und mit etwas Butter zum Speck geben. Zwiebeln glasig dünsten. Mit Mehl bestäuben und verrühren. Nun die Milch hinzugeben und mit einem Schneebesen glatt rühren. Das Wirsingwasser hinzugeben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren, da die Béchamelsoße sonst schnell anbrennt.
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Kartoffeln und Wirsing in eine Auflaufform schichten. Mit der Béchamelsoße übergießen und mit dem Bergkäse bestreuen.
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Im vorgeheizten Backofen bei ca.170°C für 25-30Minuten überbacken.

Guten Appetit,

Eure Cat

 

Neues Altes aus Oma’s Küche: „Dämpkraut“

dämpfkraut

Ja Dämpkraut – ohne F. Vielleicht auch Dimpkraut…. irgendwie so ähnlich heißt das Gericht, das ich euch heute vorstellen will. Auf hochdeutsch würde man wahrscheinlich „gedämpftes Weißkraut“ sagen.

Da wo ich herkomme (und auch immer noch wohne), spricht ein Großteil der Einheimischen noch „Hinterländer Platt“ und bei meiner Oma gab es früher eben immer „Dimpkraut“. Ich selbst kann leider nicht mehr platt sprechen, es klingt irgendwie merkwürdig wenn ich mich selbst so reden höre. Meinen hessischen Akzent kann ich aber vermutlich nicht leugnen…. 🙂

Das Schwierige für mich sind die Mengenangaben bei diesem Rezept. Jeder der schon mal seine Oma nach der Zubereitung eines Gerichts gefragt hat, weiß wovon ich rede. „Ein bißchen davon und ein Schuß davon. Und wenn’s noch nicht schmeckt dann noch eine Prise davon!“ Dementsprechend lange hat es auch gedauert, bis es bei mir endlich geschmeckt hat wie früher bei Oma.

Damit ihr auch was davon habt und vielleicht bei der Gelegenheit gleich ein bißchen „Platt“ lernen wollt, gibt’s jetzt das Rezept!

Zutaten:

  • 1,5kg Weißkraut
  • 3 Äpfel
  • 2 Zwiebeln
  • 4-5 EL Essig
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Weißkraut vom Strunk befreien und mit einem Gemüsehobel in Streifen schneiden. Zwiebel und Äpfel schälen und klein schneiden.

Die Zwiebeln in etwas Butter glasig dünsten. Das gehobelte Kraut hinzugeben und alles ca. 5 Minuten weiter dünsten. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen und anschließend mit Essig ablöschen. Die Äpfel hinzugeben und bei mittlerer Hitze ca. 45 min dünsten. Die Äpfel sollten verkocht sein und das Kraut schön weich.

Jetzt muß ich es leider machen wie meine Oma: Das Süß-Sauer-Verhältnis sollte ausgewogen sein. Wenn eure Äpfel säuerlich sind, müsst ihr vielleicht noch mit ein bißchen Zucker abschmecken. Ist es zu süß, dann gebt noch ein bißchen Essig hinzu….

Bei uns gab es zum Kraut Kartoffelpü und Bratwurst, so mag ich es am liebsten. Oder mit gebratenem Fleischkäse. Oder mit Spiegelei. Wichtig ist auf jeden Fall das Kartoffelpü – den Rest überlasse ich eurer Phantasie!

So – und jetzt nochmal auf Platt!

Zeuch:

  • drai Pond Kraut
  • drai Äppel
  • zwu Zwiwweln
  • veier Löffel Essich
  • Saalz, Peffer en Zocker

Kraut mim Howel in Streife schneire. Äppel en Zwiwweln schiern en klee schneire. Die Zwiwweln in de Pann mit goure Butter dünste. S’Kraut aich in de Pann dou en alles bissche schmorn. De Essich in de Pann schirre en die Äppel mit nin gewwe. E dreiviertel Stunn uff de kleene Flamm koche lisse. Obschmecke, ferdisch!

Sooo – oder so ähnlich klingt Hinterländer Platt wenn ihr es laut vorlest! 🙂 Ich erhebe hier keinen Anspruch auf die richtige Schreibweise – es ist nicht leicht ein Wörterbuch mit Platt-Hochdeutsch zu finden. Aber ich hoffe, dass ihr alle mal breit gegrinst habt!

Jetzt lasst es euch schmecken, und wer noch eine Oma hat, der geht jetzt besser gleich zu ihr und lässt sich alle wichtigen Rezepte aufschreiben!

Eure Cat

 

Rinderragout

rinderragout

Nichts geht über ein gutes Pastagericht! Und da es bekanntlich bei uns immer Pasta gibt, wenn wir nicht wissen was wir kochen sollen, ist die Auswahl an Soßenvariationen mittlerweile recht groß geworden. Heute gibt’s daher ein saftiges Rinderragout für euch, welches allerdings etwas Zeit braucht. Dafür solltet ihr aber gleich einen großen Topf voll kochen, denn am zweiten Tag schmeckt’s noch viel besser! …und am dritten… oder so…

Zu dieser Soße mag ich am liebsten kleine Nudeln, die man einfach mit dem Löffel essen kann. Ihr könnt das Ragout aber genauso gut zu Spaghetti oder Tagliatelle servieren!

Mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen. Ich bekomm schon wieder Hunger, wenn ich mir das Bild betrachte und hoffe euch ergeht es ähnlich!

An die Töpfe…fertig……looooos!

Zutaten für 8 Portionen:

  • 1kg Rinderhüfte
  • 5 Möhren
  • 5 Stangen Sellerie
  • 3 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Dose Tomatenmark (oder eine halbe Tube)
  • 250ml Rotwein
  • 350ml Rinderfond
  • 2 EL Mehl
  • Salz & Pfeffer

Fleisch in grobe Würfel schneiden und mit Pfeffer würzen. Gemüse putzen und in fein würfeln – oder aber alles kurz in der Küchenmaschine zerkleinern. (Tipp: Das Kraut von den Stangensellerie aufheben und zum Schluß fein gehackt über die Soße geben – lecker!)

Fleischwürfel mit dem Mehl bestäuben und einmal gut durchmischen. In einem großen Bräter etwas Olivenöl erhitzen und die Fleischwürfel darin kross anbraten. Anschließend Gemüsewürfel und Tomatenmark hinzugeben und ca. 5 Minuten gemeinsam braten. Mit Rotwein ablöschen und ein paar Minuten köcheln lassen. Rinderfond hinzugießen und bei schwacher Hitze 3-4 Stunden köcheln lassen.

Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Nach Ende der Garzeit solltet ihr ein herrlich glänzendes Ragout in eurem Topf haben. Das Fleisch ist weich und zerfällt beinahe. Wer mag kann die großen Stücke noch mit einer Gabel zerrupfen.

Mit etwas geriebenem Parmesan oder Pecorino und klein gehacktem Selleriekraut servieren.

Guten Hunger,

Eure Cat

Gnocchi di patate

kartoffelgnocchi

Kartoffelgnocchi – ich liebe sie! Allerdings muß ich gestehen, dass ich schon einen Haufen Rezepte ausprobiert habe und so wirklich überzeugt war ich nie. Entweder kommt zuviel Mehl rein, dann werden sie so gummiartig. Oder zuviel Gries, dann schmecken sie wie Griesklößchen aus der Suppe. Aber Kartoffelgnocchi sollen doch nach Kartoffeln schmecken?! Das kann doch nicht so schwer sein….

Bislang wurden alle von mir getesteten Rezepte mit mehligkochenden Kartoffeln zubereitet. Dieses hier jedoch setzt auf festkochende Kartoffeln und was soll ich sagen? Diesmal war’s perfekt! Sie waren schön locker, sind beim Kochen nicht zerfallen und das wichtigste: sie haben nach Kartoffel geschmeckt!

Und so geht’s:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 600g festkochende Kartoffeln
  • 60g Hartweizengrieß
  • 75g Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz, Muskatnuss

Die Kartoffeln mit Schale in reichlich kochendem Salzwasser weich garen. Anschließend abgießen und im vorgeheizten Backofen bei 140°C noch etwa 20 Minuten ausdämpfen lassen.

Kartoffeln noch heiß schälen und 2x durch die Kartoffelpresse drücken und auskühlen lassen.

Wenn die Kartoffeln vollständig ausgekühlt sind, Mehl und Gries hinzufügen und locker unterheben. Mit Salz und Muskat würzen und die Eigelbe hinzugeben. Die Masse nun mit einem Holzlöffel zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und lange Rollen formen. Mit einem Messer in ca. 1-2cm lange Stücke schneiden. Wer möchte kann die einzelnen Gnocchi noch über eine Gabel rollen, so bekommen sie die typische Form. Ich mag es aber gerne, wenn sie aussehen wie kleine Kissen und habe sie einfach so gelassen.

Zum Schluß werden die Gnocchi in kochendem Salzwasser noch 3-4Minuten gegart. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und nach Belieben Servieren.

Bei uns gab es die Gnocchi mit einer Käsesoße und Speckbirnen, sowie einer Kugel Birnensorbet oben drauf! Heiß, kalt, cremig und knusprig! Perfekt….

kartoffelgnocchi

Ihr könnt sie aber auch mit Tomatensoße essen oder einfach noch mal in etwas aromatisierter Butter schwenken.

Noch ein Tipp: Ihr könnt die Gnocchi schon mehrere Stunden vor dem Essen zubereiten. Damit sie nicht kleben einfach ein Küchentuch mit etwas Gries bestreuen und die Gnocchi darauf legen.

Ich hatte gleich die doppelte Menge gemacht und einen Teil eingefroren. Die kommen dann demnächst einfach tiefgekühlt ins heiße Wasser und brauchen dann natürlich etwas länger als 3-4 Minuten.

Buon Appetito,

Eure Cat

Laugenzöpfe

laugenzöpfe

Ich bin gerade ein bißchen über mich selbst erstaunt…. Seitdem ich diesen Blog schreibe, gibt es plötzlich Dinge aus und in meiner Küche, an die ich vor einem halben Jahr noch nicht gedacht hätte! Deshalb dürft ihr euch heute mit mir über meine allerersten sensationellen knusprigen luftigen Laugenzöpfe freuen! Ja, das sind welche, auch wenn da kein Salz oben drauf ist.

Das Salz ist doch sowieso keiner mit und deshalb habe ich es gleich weggelassen. Beim nächsten Mal werde ich vielleicht stattdessen einfach etwas Sesam oder ein paar Kürbiskerne oben drauf streuen… Klingt nach einem guten Plan! Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen und euch erklären wie es funktioniert.

Eins noch vorweg: Die Zubereitung ist völlig ungefährlich, da ich keine Natronlauge aus der Apotheke oder dem Chemielabor verwende, sondern haushaltsübliches Kaisernatron!

Ich habe mir aus verschiedensten Rezepten meine eigene Version zusammengestückelt und das ist das Ergebnis…

Zutaten für ca. 10 Zöpfe (oder wie oben 5 Monsterzöpfe):

  • 500g Mehl (Typ 550)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 12g Salz
  • 1 TL Honig
  • 250ml Wasser
  • 50g Butter
  • 4 EL Natron (ganz normales Kaisernatron aus dem Supermarkt)

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Hefe hineinbröseln, Honig hinzugeben und mit dem lauwarmenWasser auffüllen. Anschließend ca. 15 Minuten stehen lassen. Die Hefe sollte nun kleine Bläschen bilden.

Butter in einem Topf schmelzen – dabei nicht zu heiß werden lassen. Sie soll nur gerade eben flüssig sein.

Salz und Butter in die Schüssel geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt ca. 30-60Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben.

Teig einmal durchkneten und ca. 10 Portionen aufteilen. Nun könnt ihr Brötchen, Stangen, Brezeln oder Zöpfe daraus formen. Ich habe mich für Zöpfe entschieden, aber leider vergessen, die einzelnen Schritte zu fotografieren…. Das werde ich natürlich noch nachreichen – bis dahin könnt ihr notfalls allerlei Flechtwerk auf Youtube finden!

laugenzöpfe

Die Zöpfe jetzt mit einem Handtuch bedecken und nochmals für etwa 20-30 Minuten gehen lassen.

In einem Topf 2,5 Liter Wasser erhitzen – nicht kochen! Das Wasser sollte ca. 80°C haben. Das Natron in das warme Wasser einrühren. Die Teiglinge mit der Oberseite nach unten in das Natronwasser legen und etwa 30 Sekunden darin schwimmen lassen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und auf ein gefettetes Backblech legen. (Ich habe wieder eine Silikonbackmatte verwendet und mir so das Einfetten gespart)

Falls ihr euch für Brötchen oder Stangen entschieden habt, könnt ihr die Teiglinge noch mit einem scharfen Messer einritzen.

Nach Belieben mit grobem Salz bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 170°C Umluft ca. 15-20 Minuten backen.

Wenn euer Laugengebäck schön glänzen soll, könnt ihr es beim Backen 2-3 Mal mit etwas Wasser besprühen – ich habe eine ganz normale Blumenspritze genommen. Hat super funktioniert!

Noch Fragen? Nein – gut, dann backt mal los. Es lohnt sich!

laugenzöpfe

Eure Cat

 

Basilikummayonnaise

basilikummayonnaise

Letzte Woche konntet ihr auf dem Blog die Zubereitung eines köstlichen Zitronenhähnchens lesen. Da ich in einem Zwei-Personen-Haushalt lebe, bleibt bei so einem Essen meistens was übrig (auch wenn hier noch drei Hunde und zwei Katzen leben). Also war „Reste verwerten“ angesagt. Hierbei ist meine persönliche neue Lieblinsversion eines Club-Sandwiches entstanden.

Knuspriges Ciabatta (diesmal leider gekauft), mit dem abgelesenen Zitronenhuhn, Cheddar, Gemüse und selbstgemachter Basilikummayonnaise…. Das war richtig lecker und ich kriege schon wieder Hunger, wenn ich mir das Bild anschaue.

Falls ihr auch Hunger bekommen habt – so geht’s…

Zutaten für die Basilikummayonnaise:

 

  • 2 Eigelb
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • 300ml Sonnenblumenöl
  • 1 Bund Basilikum
  • etwas grobes Meersalz
  • Salz & Pfeffer
  • evtl. 1-2 EL Joghurt

Eigelb mit Zucker, Essig, Senf und Zitronensaft in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab gut vermixen, bis alles schön schaumig ist. Anschließend nach und nach das Öl zugießen und mit dem Pürierstab unter die Eigelbmasse ziehen. Gebt das Öl immer in kleinen Mengen hinzu, damit euch die Masse nicht gerinnt. (falls das doch mal passiert, müsst ihr leider von vorne anfangen – ist mir diesmal auch so ergangen)

Wenn ihr das Öl komplett verarbeitet habt, solltet ihr eine schöne cremige Mayonnaise erhalten haben.

Nun das Basilikum mit einer Prise Meersalz und ein bißchen Öl in einen Mörser geben. Mit dem Stößel zu einem feinen Brei verarbeiten.

Den Basilikumbrei unter die Mayonnaise rühren (nicht mehr mixen!) und eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist eine leckere grüne Mayo, nach der ihr euch die Finger lecken werdet!

Wem die Mayonnaise zu schwer ist, der kann auch noch einen Löffel Joghurt hinzugeben.

Für das Sandwich braucht ihr dann noch die folgenden Zutaten:

  • 1 Ciabatta
  • Reste vom Zitronenhuhn (alternativ geht natürlich auch frisch gebratene Hähnchenbrust)
  • 1/2 Eisbergsalat
  • 3 Tomaten
  • 1/2 Salatgurke
  • 4 Schalotten
  • 6 Scheiben Cheddar

Backofen auf ca. 180°C vorheizen. Tomaten und Salatgurke in Scheiben schneiden. Schalotten in halbe Ringe schneiden und in etwas Öl in einer Pfanne goldbraun rösten. Das abgelesene Hähnchenfleisch portionsweise auf ein Backblech legen. Mit Tomatenscheiben und etwas Cheddar belegen und im Ofen kurz überbacken, bis der Käse zu schmelzen beginnt.

Ciabatta mit Basilikummayonnaise bestreichen, mit Salat und Gurkenscheiben belegen. Nun das überbackene Hähnchenfleisch darauf legen und in paar gebräunte Schalotten darüber geben. Deckel drauf, fertig!

Guten Appetit,

Eure Cat

 

 

 

Blumenkohlwaffeln mit scharfen Hackbällchen

blumenkohlwaffeln

Mir scheint, dass die Redakteure der neue „Lust auf Genuss“ von meinem neuen Waffeleisen erfahren haben. Es kann doch kein Zufall sein, dass in der aktuellen Ausgabe prompt ein Rezept für herzhafte Blumenkohlwaffeln ist, oder?

Was oben auf dem Foto wie eine kleine nette Vorspeise wirkt, ist ein äußerst sättigender Hauptgang! Diese Waffeln sind sehr mächtig.

Falls ihr dieses Gericht nachkochen wollt, solltet ihr Zeit mitbringen. Ich stand gemeinsam mit dem Onkel in der Küche und wir haben gefühlt eine Ewigkeit gebraucht… Lag vielleicht auch an meinem knurrenden Magen, dass mir die Zeit so lang vorkam. Doch obwohl die Zubereitung recht aufwendig ist, hat es sich gelohnt!

Zutaten für 6 Portionen:

  • 3 Paprika
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300ml Gemüsefond
  • weißen Balsamico
  • 400g Blumenkohl (entspricht etwa einem Miniblumenkohl)
  • 125g Schafskäse
  • 2 Scheiben Toast
  • Milch
  • 1 Chilischote
  • 500g Rinderhack
  • 4 Eier
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 200g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 120g weiche Butter
  • 60g Schinkenwürfel
  • Salz, Pfeffer, Zucker, geräuchertes Paprikapulver, evtl. Muskatnuss

Paprika vierteln und Strunk entfernen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Blech legen und unter den Backofengrill schieben. Wenn die Haut schwarz wird, herausnehmen und mit angefeuchtetem Küchenkrepp bedecken. Etwas abkühlen lassen und die Haut abziehen, anschließend in kleine Würfel schneiden.

Eine Knoblauchzehe und Zwiebeln schälen, fein würfeln. Anschließend in etwas Olivenöl anschwitzen. Paprika hinzugeben und mit dem Fond ablöschen. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Nun alles mit dem Pürierstab gut durchmixen. Wer es ganz fein mag, kann die Soße zusätzlich durch ein Haarsieb streichen. Mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver, Zucker und Essig abschmecken. Soße warm stellen.

Blumenkohl in kleine Röschen schneiden und in reichlich Salzwasser ca. 15 Minuten kochen. Wenn der Blumenkohl weich ist, abgießen und etwas auskühlen lassen.

Schafskäse zerbröseln und mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben. Toastbrot in etwas warmer Milch einweichen. Eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Chilischote entkernen und klein schneiden. Toastbrot ausdrücken und mit Chili und Knoblauch zum Hackfleisch geben. Ein Ei hinzufügen und alles gut miteinander vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kleine Bällchen aus der Masse formen.

200g Blumenkohl mit 3 Eiern in eine Schüssel geben und pürieren. Weiche Butter, Mehl und Backpulver hinzufügen und mit dem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Restlichen Blumenkohl grob hacken und mit den Schinkenwürfeln sowie etwas fein gehacktem Schnittlauch unter den Teig rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Nun die Hackbällchen in etwas Butter oder Öl rundherum knusprig braten. Teig ins Waffeleisen füllen und goldgelb backen. Fertige Waffeln am besten im Backofen bei 50°C warm halten.

Alles zusammen anrichten und schmecken lassen!

Guten Appetit,

Eure Cat