Neues Altes aus Oma’s Küche: „Dämpkraut“

dämpfkraut

Ja Dämpkraut – ohne F. Vielleicht auch Dimpkraut…. irgendwie so ähnlich heißt das Gericht, das ich euch heute vorstellen will. Auf hochdeutsch würde man wahrscheinlich „gedämpftes Weißkraut“ sagen.

Da wo ich herkomme (und auch immer noch wohne), spricht ein Großteil der Einheimischen noch „Hinterländer Platt“ und bei meiner Oma gab es früher eben immer „Dimpkraut“. Ich selbst kann leider nicht mehr platt sprechen, es klingt irgendwie merkwürdig wenn ich mich selbst so reden höre. Meinen hessischen Akzent kann ich aber vermutlich nicht leugnen…. 🙂

Das Schwierige für mich sind die Mengenangaben bei diesem Rezept. Jeder der schon mal seine Oma nach der Zubereitung eines Gerichts gefragt hat, weiß wovon ich rede. „Ein bißchen davon und ein Schuß davon. Und wenn’s noch nicht schmeckt dann noch eine Prise davon!“ Dementsprechend lange hat es auch gedauert, bis es bei mir endlich geschmeckt hat wie früher bei Oma.

Damit ihr auch was davon habt und vielleicht bei der Gelegenheit gleich ein bißchen „Platt“ lernen wollt, gibt’s jetzt das Rezept!

Zutaten:

  • 1,5kg Weißkraut
  • 3 Äpfel
  • 2 Zwiebeln
  • 4-5 EL Essig
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Weißkraut vom Strunk befreien und mit einem Gemüsehobel in Streifen schneiden. Zwiebel und Äpfel schälen und klein schneiden.

Die Zwiebeln in etwas Butter glasig dünsten. Das gehobelte Kraut hinzugeben und alles ca. 5 Minuten weiter dünsten. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen und anschließend mit Essig ablöschen. Die Äpfel hinzugeben und bei mittlerer Hitze ca. 45 min dünsten. Die Äpfel sollten verkocht sein und das Kraut schön weich.

Jetzt muß ich es leider machen wie meine Oma: Das Süß-Sauer-Verhältnis sollte ausgewogen sein. Wenn eure Äpfel säuerlich sind, müsst ihr vielleicht noch mit ein bißchen Zucker abschmecken. Ist es zu süß, dann gebt noch ein bißchen Essig hinzu….

Bei uns gab es zum Kraut Kartoffelpü und Bratwurst, so mag ich es am liebsten. Oder mit gebratenem Fleischkäse. Oder mit Spiegelei. Wichtig ist auf jeden Fall das Kartoffelpü – den Rest überlasse ich eurer Phantasie!

So – und jetzt nochmal auf Platt!

Zeuch:

  • drai Pond Kraut
  • drai Äppel
  • zwu Zwiwweln
  • veier Löffel Essich
  • Saalz, Peffer en Zocker

Kraut mim Howel in Streife schneire. Äppel en Zwiwweln schiern en klee schneire. Die Zwiwweln in de Pann mit goure Butter dünste. S’Kraut aich in de Pann dou en alles bissche schmorn. De Essich in de Pann schirre en die Äppel mit nin gewwe. E dreiviertel Stunn uff de kleene Flamm koche lisse. Obschmecke, ferdisch!

Sooo – oder so ähnlich klingt Hinterländer Platt wenn ihr es laut vorlest! 🙂 Ich erhebe hier keinen Anspruch auf die richtige Schreibweise – es ist nicht leicht ein Wörterbuch mit Platt-Hochdeutsch zu finden. Aber ich hoffe, dass ihr alle mal breit gegrinst habt!

Jetzt lasst es euch schmecken, und wer noch eine Oma hat, der geht jetzt besser gleich zu ihr und lässt sich alle wichtigen Rezepte aufschreiben!

Eure Cat

 

Minigugl mit Rum

minigugl

Ich gebe zu, dass ich mich irgendwie in diese kleinen Gugl verliebt habe… Sie sind aber auch wirklich zum anbeißen. Am Wochenende habe ich mich für eine Variante mit Kakao und Rum entschieden. Durch den Joghurt und den Alkohol im Teig sind sie schön saftig geworden.

Das Beste an den Minigugl ist, dass man die Zutaten eigentlich immer Zuhause hat und sie in 15 Minuten schon fertig sind. Falls ihr also mal spontan Lust auf Süßes bekommt oder unerwarteter Besuch vor der Tür steht – backt einfach ein paar Gugl! 🙂

Ich habe zum Glück noch ein paar übrig und werde sie gleich mit einem leckeren Cappuccino genießen, während ihr euch das Rezept durchlest….

Zutaten für 40-50 Stück:

  • 130g Butter
  • 70g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Vanillepaste
  • 2 Eier
  • 160g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 80g Joghurt
  • 4cl Rum
  • 1-2 TL Kakao

Butter mit Zucker schaumig schlagen. Salz und Vanillepaste hinzugeben. Die Eier nacheinander hinzufügen und gut verrühren. Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd mit dem Joghurt unter den Teig rühren und den Rum hinzufügen.

Teig in zwei Hälfte teilen und unter eine Hälfte den Kakao mischen. Die Guglförmchen nun halb und halb mit hellem und dunklem Teig befüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca 160°C 12-15 Minuten backen.

Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen, oder sofort warm in den Mund stecken!

minigugl

Süße Grüße,

Eure Cat

 

Rinderragout

rinderragout

Nichts geht über ein gutes Pastagericht! Und da es bekanntlich bei uns immer Pasta gibt, wenn wir nicht wissen was wir kochen sollen, ist die Auswahl an Soßenvariationen mittlerweile recht groß geworden. Heute gibt’s daher ein saftiges Rinderragout für euch, welches allerdings etwas Zeit braucht. Dafür solltet ihr aber gleich einen großen Topf voll kochen, denn am zweiten Tag schmeckt’s noch viel besser! …und am dritten… oder so…

Zu dieser Soße mag ich am liebsten kleine Nudeln, die man einfach mit dem Löffel essen kann. Ihr könnt das Ragout aber genauso gut zu Spaghetti oder Tagliatelle servieren!

Mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen. Ich bekomm schon wieder Hunger, wenn ich mir das Bild betrachte und hoffe euch ergeht es ähnlich!

An die Töpfe…fertig……looooos!

Zutaten für 8 Portionen:

  • 1kg Rinderhüfte
  • 5 Möhren
  • 5 Stangen Sellerie
  • 3 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Dose Tomatenmark (oder eine halbe Tube)
  • 250ml Rotwein
  • 350ml Rinderfond
  • 2 EL Mehl
  • Salz & Pfeffer

Fleisch in grobe Würfel schneiden und mit Pfeffer würzen. Gemüse putzen und in fein würfeln – oder aber alles kurz in der Küchenmaschine zerkleinern. (Tipp: Das Kraut von den Stangensellerie aufheben und zum Schluß fein gehackt über die Soße geben – lecker!)

Fleischwürfel mit dem Mehl bestäuben und einmal gut durchmischen. In einem großen Bräter etwas Olivenöl erhitzen und die Fleischwürfel darin kross anbraten. Anschließend Gemüsewürfel und Tomatenmark hinzugeben und ca. 5 Minuten gemeinsam braten. Mit Rotwein ablöschen und ein paar Minuten köcheln lassen. Rinderfond hinzugießen und bei schwacher Hitze 3-4 Stunden köcheln lassen.

Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Nach Ende der Garzeit solltet ihr ein herrlich glänzendes Ragout in eurem Topf haben. Das Fleisch ist weich und zerfällt beinahe. Wer mag kann die großen Stücke noch mit einer Gabel zerrupfen.

Mit etwas geriebenem Parmesan oder Pecorino und klein gehacktem Selleriekraut servieren.

Guten Hunger,

Eure Cat

Gnocchi di patate

kartoffelgnocchi

Kartoffelgnocchi – ich liebe sie! Allerdings muß ich gestehen, dass ich schon einen Haufen Rezepte ausprobiert habe und so wirklich überzeugt war ich nie. Entweder kommt zuviel Mehl rein, dann werden sie so gummiartig. Oder zuviel Gries, dann schmecken sie wie Griesklößchen aus der Suppe. Aber Kartoffelgnocchi sollen doch nach Kartoffeln schmecken?! Das kann doch nicht so schwer sein….

Bislang wurden alle von mir getesteten Rezepte mit mehligkochenden Kartoffeln zubereitet. Dieses hier jedoch setzt auf festkochende Kartoffeln und was soll ich sagen? Diesmal war’s perfekt! Sie waren schön locker, sind beim Kochen nicht zerfallen und das wichtigste: sie haben nach Kartoffel geschmeckt!

Und so geht’s:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 600g festkochende Kartoffeln
  • 60g Hartweizengrieß
  • 75g Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz, Muskatnuss

Die Kartoffeln mit Schale in reichlich kochendem Salzwasser weich garen. Anschließend abgießen und im vorgeheizten Backofen bei 140°C noch etwa 20 Minuten ausdämpfen lassen.

Kartoffeln noch heiß schälen und 2x durch die Kartoffelpresse drücken und auskühlen lassen.

Wenn die Kartoffeln vollständig ausgekühlt sind, Mehl und Gries hinzufügen und locker unterheben. Mit Salz und Muskat würzen und die Eigelbe hinzugeben. Die Masse nun mit einem Holzlöffel zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und lange Rollen formen. Mit einem Messer in ca. 1-2cm lange Stücke schneiden. Wer möchte kann die einzelnen Gnocchi noch über eine Gabel rollen, so bekommen sie die typische Form. Ich mag es aber gerne, wenn sie aussehen wie kleine Kissen und habe sie einfach so gelassen.

Zum Schluß werden die Gnocchi in kochendem Salzwasser noch 3-4Minuten gegart. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und nach Belieben Servieren.

Bei uns gab es die Gnocchi mit einer Käsesoße und Speckbirnen, sowie einer Kugel Birnensorbet oben drauf! Heiß, kalt, cremig und knusprig! Perfekt….

kartoffelgnocchi

Ihr könnt sie aber auch mit Tomatensoße essen oder einfach noch mal in etwas aromatisierter Butter schwenken.

Noch ein Tipp: Ihr könnt die Gnocchi schon mehrere Stunden vor dem Essen zubereiten. Damit sie nicht kleben einfach ein Küchentuch mit etwas Gries bestreuen und die Gnocchi darauf legen.

Ich hatte gleich die doppelte Menge gemacht und einen Teil eingefroren. Die kommen dann demnächst einfach tiefgekühlt ins heiße Wasser und brauchen dann natürlich etwas länger als 3-4 Minuten.

Buon Appetito,

Eure Cat

Leichte Mädchen….

leichte mädchen

…. sind Tarteletts mit Rote Bete-Himbeer-Füllung! Wenn der Frühling nicht freiwillig kommt, müssen wir ihn eben mit frischen knallig bunten Farben schon mal in die Küche holen!

Eigentlich wollte ich euch heute etwas anderes in meinem Blog vorstellen, aber dann habe ich im Supermarkt diese tollen Tartelette-Silikonförmchen gesehen und konnte nicht anders!

Nachdem ich vorhin den ersten Bissen im Mund hatte, hab ich mich gefragt warum diese köstlichen knallroten Dinger noch nicht früher gebacken habe?!

Ich hoffe, dass euch jetzt auch schon ein bißchen das Wasser im Mund zusammen läuft….

Zutaten für 10-14 Stück (je nach Größe eurer Förmchen)

Teig:

  • 60g weiche Butter
  • 40g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Msp. Zitronenabrieb
  • Mark von 1⁄4 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 150g Mehl

Füllung:

  • 150g Himbeeren (TK)
  • 2 gestr. EL Vanillepuddingpulver
  • 110 ml Rote-Bete-Saft
  • 90g Zucker
  • 125g kalte Butter
  • 2 EL Pistazienkerne (zum Verzieren)

Butter und Zucker schaumig schlagen. Vanille, Ei und Zitronenabrieb hinzufügen und gut verrühren. Nun das Mehl hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten (am besten mit den Händen). Teig in Folie einschlagen und etwa zwei Stunden kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Himbeeren auftauen.

Wenn der Teig gut durchgekühlt ist, auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 2-3mm dünn ausrollen. Kreise ausstechen und in die Tarteletteförmchen legen.

tartelettes

Die Tartelettes müssen nun blind gebacken werden. Hierzu kleine Kreise aus Backpapier ausschneiden und auf den Teig legen. Anschließend trockene Hülsenfrüchte einfüllen.

tartelettes

Tartelettes im vorgeheizten Backofen bei 160°C für 15 Minuten backen. Auf eine Kuchengitter auskühlen lassen und Hülsenfrüchte mit dem Backpapier wieder entfernen.

Himbeeren durch ein Sieb streichen und das Himbeermark in einen Topf geben.

Puddingpulver mit 1 EL vom Zucker, sowie 3 EL Rote-Bete-Saft verrühren. Restlichen Zucker und Saft zum Himbeermark in den Topf geben. Alles zusammen aufkochen und das gelöste Puddingpulver einrühren. Nochmals aufkochen lassen und den Topf vom Herd nehmen.

Mit einem Schneebesen nach und nach die kalte Butter unterrühren.

Die Puddingmasse in die Tartelettes füllen und mindestens eine Stunde kühlen. Vor dem Verzehr mit den Pistazien verzieren!

Mit einem Tässchen Kaffee, dicker Jacke auf dem Balkon in der Sonne genießen…. Das lockt den Frühling ganz bestimmt an!

Süße Grüße,

Eure Cat

 

 

 

Laugenzöpfe

laugenzöpfe

Ich bin gerade ein bißchen über mich selbst erstaunt…. Seitdem ich diesen Blog schreibe, gibt es plötzlich Dinge aus und in meiner Küche, an die ich vor einem halben Jahr noch nicht gedacht hätte! Deshalb dürft ihr euch heute mit mir über meine allerersten sensationellen knusprigen luftigen Laugenzöpfe freuen! Ja, das sind welche, auch wenn da kein Salz oben drauf ist.

Das Salz ist doch sowieso keiner mit und deshalb habe ich es gleich weggelassen. Beim nächsten Mal werde ich vielleicht stattdessen einfach etwas Sesam oder ein paar Kürbiskerne oben drauf streuen… Klingt nach einem guten Plan! Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen und euch erklären wie es funktioniert.

Eins noch vorweg: Die Zubereitung ist völlig ungefährlich, da ich keine Natronlauge aus der Apotheke oder dem Chemielabor verwende, sondern haushaltsübliches Kaisernatron!

Ich habe mir aus verschiedensten Rezepten meine eigene Version zusammengestückelt und das ist das Ergebnis…

Zutaten für ca. 10 Zöpfe (oder wie oben 5 Monsterzöpfe):

  • 500g Mehl (Typ 550)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 12g Salz
  • 1 TL Honig
  • 250ml Wasser
  • 50g Butter
  • 4 EL Natron (ganz normales Kaisernatron aus dem Supermarkt)

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Hefe hineinbröseln, Honig hinzugeben und mit dem lauwarmenWasser auffüllen. Anschließend ca. 15 Minuten stehen lassen. Die Hefe sollte nun kleine Bläschen bilden.

Butter in einem Topf schmelzen – dabei nicht zu heiß werden lassen. Sie soll nur gerade eben flüssig sein.

Salz und Butter in die Schüssel geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt ca. 30-60Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben.

Teig einmal durchkneten und ca. 10 Portionen aufteilen. Nun könnt ihr Brötchen, Stangen, Brezeln oder Zöpfe daraus formen. Ich habe mich für Zöpfe entschieden, aber leider vergessen, die einzelnen Schritte zu fotografieren…. Das werde ich natürlich noch nachreichen – bis dahin könnt ihr notfalls allerlei Flechtwerk auf Youtube finden!

laugenzöpfe

Die Zöpfe jetzt mit einem Handtuch bedecken und nochmals für etwa 20-30 Minuten gehen lassen.

In einem Topf 2,5 Liter Wasser erhitzen – nicht kochen! Das Wasser sollte ca. 80°C haben. Das Natron in das warme Wasser einrühren. Die Teiglinge mit der Oberseite nach unten in das Natronwasser legen und etwa 30 Sekunden darin schwimmen lassen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und auf ein gefettetes Backblech legen. (Ich habe wieder eine Silikonbackmatte verwendet und mir so das Einfetten gespart)

Falls ihr euch für Brötchen oder Stangen entschieden habt, könnt ihr die Teiglinge noch mit einem scharfen Messer einritzen.

Nach Belieben mit grobem Salz bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 170°C Umluft ca. 15-20 Minuten backen.

Wenn euer Laugengebäck schön glänzen soll, könnt ihr es beim Backen 2-3 Mal mit etwas Wasser besprühen – ich habe eine ganz normale Blumenspritze genommen. Hat super funktioniert!

Noch Fragen? Nein – gut, dann backt mal los. Es lohnt sich!

laugenzöpfe

Eure Cat

 

Basilikummayonnaise

basilikummayonnaise

Letzte Woche konntet ihr auf dem Blog die Zubereitung eines köstlichen Zitronenhähnchens lesen. Da ich in einem Zwei-Personen-Haushalt lebe, bleibt bei so einem Essen meistens was übrig (auch wenn hier noch drei Hunde und zwei Katzen leben). Also war „Reste verwerten“ angesagt. Hierbei ist meine persönliche neue Lieblinsversion eines Club-Sandwiches entstanden.

Knuspriges Ciabatta (diesmal leider gekauft), mit dem abgelesenen Zitronenhuhn, Cheddar, Gemüse und selbstgemachter Basilikummayonnaise…. Das war richtig lecker und ich kriege schon wieder Hunger, wenn ich mir das Bild anschaue.

Falls ihr auch Hunger bekommen habt – so geht’s…

Zutaten für die Basilikummayonnaise:

 

  • 2 Eigelb
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • 300ml Sonnenblumenöl
  • 1 Bund Basilikum
  • etwas grobes Meersalz
  • Salz & Pfeffer
  • evtl. 1-2 EL Joghurt

Eigelb mit Zucker, Essig, Senf und Zitronensaft in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab gut vermixen, bis alles schön schaumig ist. Anschließend nach und nach das Öl zugießen und mit dem Pürierstab unter die Eigelbmasse ziehen. Gebt das Öl immer in kleinen Mengen hinzu, damit euch die Masse nicht gerinnt. (falls das doch mal passiert, müsst ihr leider von vorne anfangen – ist mir diesmal auch so ergangen)

Wenn ihr das Öl komplett verarbeitet habt, solltet ihr eine schöne cremige Mayonnaise erhalten haben.

Nun das Basilikum mit einer Prise Meersalz und ein bißchen Öl in einen Mörser geben. Mit dem Stößel zu einem feinen Brei verarbeiten.

Den Basilikumbrei unter die Mayonnaise rühren (nicht mehr mixen!) und eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist eine leckere grüne Mayo, nach der ihr euch die Finger lecken werdet!

Wem die Mayonnaise zu schwer ist, der kann auch noch einen Löffel Joghurt hinzugeben.

Für das Sandwich braucht ihr dann noch die folgenden Zutaten:

  • 1 Ciabatta
  • Reste vom Zitronenhuhn (alternativ geht natürlich auch frisch gebratene Hähnchenbrust)
  • 1/2 Eisbergsalat
  • 3 Tomaten
  • 1/2 Salatgurke
  • 4 Schalotten
  • 6 Scheiben Cheddar

Backofen auf ca. 180°C vorheizen. Tomaten und Salatgurke in Scheiben schneiden. Schalotten in halbe Ringe schneiden und in etwas Öl in einer Pfanne goldbraun rösten. Das abgelesene Hähnchenfleisch portionsweise auf ein Backblech legen. Mit Tomatenscheiben und etwas Cheddar belegen und im Ofen kurz überbacken, bis der Käse zu schmelzen beginnt.

Ciabatta mit Basilikummayonnaise bestreichen, mit Salat und Gurkenscheiben belegen. Nun das überbackene Hähnchenfleisch darauf legen und in paar gebräunte Schalotten darüber geben. Deckel drauf, fertig!

Guten Appetit,

Eure Cat

 

 

 

Blumenkohlwaffeln mit scharfen Hackbällchen

blumenkohlwaffeln

Mir scheint, dass die Redakteure der neue „Lust auf Genuss“ von meinem neuen Waffeleisen erfahren haben. Es kann doch kein Zufall sein, dass in der aktuellen Ausgabe prompt ein Rezept für herzhafte Blumenkohlwaffeln ist, oder?

Was oben auf dem Foto wie eine kleine nette Vorspeise wirkt, ist ein äußerst sättigender Hauptgang! Diese Waffeln sind sehr mächtig.

Falls ihr dieses Gericht nachkochen wollt, solltet ihr Zeit mitbringen. Ich stand gemeinsam mit dem Onkel in der Küche und wir haben gefühlt eine Ewigkeit gebraucht… Lag vielleicht auch an meinem knurrenden Magen, dass mir die Zeit so lang vorkam. Doch obwohl die Zubereitung recht aufwendig ist, hat es sich gelohnt!

Zutaten für 6 Portionen:

  • 3 Paprika
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300ml Gemüsefond
  • weißen Balsamico
  • 400g Blumenkohl (entspricht etwa einem Miniblumenkohl)
  • 125g Schafskäse
  • 2 Scheiben Toast
  • Milch
  • 1 Chilischote
  • 500g Rinderhack
  • 4 Eier
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 200g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 120g weiche Butter
  • 60g Schinkenwürfel
  • Salz, Pfeffer, Zucker, geräuchertes Paprikapulver, evtl. Muskatnuss

Paprika vierteln und Strunk entfernen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Blech legen und unter den Backofengrill schieben. Wenn die Haut schwarz wird, herausnehmen und mit angefeuchtetem Küchenkrepp bedecken. Etwas abkühlen lassen und die Haut abziehen, anschließend in kleine Würfel schneiden.

Eine Knoblauchzehe und Zwiebeln schälen, fein würfeln. Anschließend in etwas Olivenöl anschwitzen. Paprika hinzugeben und mit dem Fond ablöschen. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Nun alles mit dem Pürierstab gut durchmixen. Wer es ganz fein mag, kann die Soße zusätzlich durch ein Haarsieb streichen. Mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver, Zucker und Essig abschmecken. Soße warm stellen.

Blumenkohl in kleine Röschen schneiden und in reichlich Salzwasser ca. 15 Minuten kochen. Wenn der Blumenkohl weich ist, abgießen und etwas auskühlen lassen.

Schafskäse zerbröseln und mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben. Toastbrot in etwas warmer Milch einweichen. Eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Chilischote entkernen und klein schneiden. Toastbrot ausdrücken und mit Chili und Knoblauch zum Hackfleisch geben. Ein Ei hinzufügen und alles gut miteinander vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kleine Bällchen aus der Masse formen.

200g Blumenkohl mit 3 Eiern in eine Schüssel geben und pürieren. Weiche Butter, Mehl und Backpulver hinzufügen und mit dem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Restlichen Blumenkohl grob hacken und mit den Schinkenwürfeln sowie etwas fein gehacktem Schnittlauch unter den Teig rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Nun die Hackbällchen in etwas Butter oder Öl rundherum knusprig braten. Teig ins Waffeleisen füllen und goldgelb backen. Fertige Waffeln am besten im Backofen bei 50°C warm halten.

Alles zusammen anrichten und schmecken lassen!

Guten Appetit,

Eure Cat

Waffeln mit Vanillequark und Himbeeren

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Es war einmal…..

…..ein Sonntagsdienst. Um das Nachmittagstief zu überbrücken hat ein netter Kollege für die ganze „Mannschaft“ Waffeln gebacken. Außen knusprig, innen saftig und mit viiiiiiiel Puderzucker oben drauf. Ich habe mir sofort das Rezept geben lassen und hab sie gleich bei nächster Gelegenheit zuhause nachgebacken. Und was soll ich sagen? Die Enttäuschung war groß!

Die Waffeln haben nicht annährend so gut geschmeckt wie an besagtem Sonntagnachmittag. Der Grund: Mein Waffeleisen!

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt ein uraltes Herzwaffeleisen. Die Waffeln waren zu dünn, sodass sie innen drin nicht so fluffig und saftig waren, wie bei meinem Kollegen. Also machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Waffeleisen.

Letzte Woche bin ich dann endlich fündig geworden und habe mir dieses tolle Gerät von Cuisinart gekauft. ICH BIN BEGEISTERT! Riesige belgische Waffeln, einfach himmlisch! Und das braucht ihr zum Nachmachen…

Zutaten für 8 große belgische Waffeln:

  • 90g Butter
  • 45g Zucker
  • 3 Eier
  • 375ml Milch
  • 375g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Vanillepaste

Butter mit Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch hinzufügen. Zum Schluß noch die Vanillepaste unterrühren, bis alles schön cremig ist.

Waffeleisen gut vorheizen und goldgelbe knusprige Waffeln backen. Wenn die Waffeln fertig sind, zum Auskühlen auf einen Kuchenrost legen.

Für den Vanillequark:

  • 500g Magerquark
  • 150g Sahne
  • 3 EL Zucker
  • 1-2 TL Vanillepaste

Alle Zutaten mit einem Schneebesen gut verrühren. Nach Belieben weiter mit etwas Zucker abschmecken – je nachdem wie süß ihr es mögt…

Die Waffeln mit dem Vanillequark, etwas Puderzucker und ein paar frischen Himbeeren servieren!

So ist euer Nachmittag garantiert gerettet. Und falls was übrig bleibt: am nächsten Tag einfach in den Toaster stecken. Schmeckt fast wie frisch gebacken 😉

Süße Grüße,

Eure Cat

Zitronenhuhn mit Vanillemöhren

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Es nimmt einfach kein Ende mit mir und den Zitronen. Ich bin süchtig…. Aber wenn’s doch so lecker ist? Mein Vorsatz für die nächste Woche: Kein Blogpost mit Zitronen im Rezept! Mal schauen ob ich Entzugserscheinungen bekomme.

Aber vorher zeige ich euch trotzdem noch wie ihr ein leckeres Zitronenhühnchen zubereiten könnt!

Für das Huhn:

  • 1 Bio Hähnchen (1,5-2kg)
  • 3 Bio Zitronen
  • 50g Butter (weich)
  • 1 Knoblauchknolle
  • 5-6 Schalotten
  • frischer Thymian
  • frischer Rosmarin
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • evtl. 150ml Geflügelfond und 75g Sahne

Zitronen heiß waschen und die Schale abreiben. Nun mit einem scharfen Messer die weiße Haut von der Zitrone runterschneiden – so als ob ihr sie filetieren wollt.

Butter mit dem Zitronenabrieb mischen und mit je einem halben Teelöffel Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

An der Brustseite des Hähnchens vorsichtig die Haut lösen, sodass ihr etwa die Hälfte der Zitronenbutter darunter verteilen könnt. Mit dem Rest der Butter das Hähnchen rundherum einreiben. Die geschälten Zitronen mit den Kräutern als Füllung in das Innere des Hähnchens geben.

Ein tiefes Backblech mit Backpapier belegen. Die Knoblauchknolle einfach mittig halbieren. Schalotten schälen und vierteln.

Hähnchen auf das Blech setzen und Knoblauch mit den Schalotten rundherum verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160°C Umluft ca. 2 Stunden knusprig braun backen. Die Garzeit hängt von der Größe eures Hähnchens ab. (Meins war 2kg schwer und ich bin mit etwas über 2 Stunden gut hingekommen.)

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Den entstandenen Bratenfond durch ein Sieb gießen. Hieraus könnt ihr euch eine Soße ziehen. Da ich nicht genügend Flüssigkeit hatte, habe ich noch ca. 150ml Geflügelfond ergänzt. Das Ganze etwas einköcheln lassen. Einen Schuß Sahne hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Vanillemöhren:

  • 5-6 große Möhren
  • 50g Butter
  • 1 Orange
  • 1/2 TL Vanillepaste
  • Zucker, Salz & Pfeffer

Die Möhren schälen und in schräge Scheiben schneiden (so sieht’s nachher hübscher aus). Butter in einem Topf schmelzen und die Möhren hinzugeben. Immer schön rühren, die Möhren sollen keine Röstaromen bilden!

Eine Prise Zucker und die Vanillepaste hinzugeben. Orange auspressen und den Saft hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei mittlerer Hitze fertig garen. Ich mag es gerne ein bißchen knackiger, daher kann ich euch hier keine genaue Garzeit nennen. Einfach mal ausprobieren, wie ihr es am liebsten mögt!

Bei mir gab es noch etwas Basmatireis dazu. Ein kleiner Kartoffelgratin wäre aber sicher auch sehr passend! Oder was würdet ihr dazu servieren?

Guten Appetit,

Eure Cat