Kartoffelbrot aus dem Topf

Ich steh ja total auf frisches Brot und weil ich hoffe, dass es euch genauso geht habe ich heute ein Kartoffelbrot mitgebracht. Auf die Idee zu diesem Rezept hat mich Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf gebracht. Bei ihr findet ihr viele tolle Brotrezepte und außerdem gibt es dort regelmäßig lustige Events zum Thema “Synchronbacken”. Ich hab es leider noch nicht geschafft mitzumachen, weil ich meistens arbeiten musste. Kennt ihr die Aktion? An einem (Sonn-)Tag backen zeitgleich alle Interessierte ein Brot (oder ähnliches) nach dem gleichen Grundrezept. Variationen sind erlaubt und es ist immer großartig, was da zusammen kommt und wie unterschiedlich doch die Ergebnisse sind.

Das Grundrezept zu meinem Kartoffelbrot stammt aus genau einer solchen Aktion. Es ging um ein Abfrischbrot – warum das genau so heißt, kann ich euch nicht mit Sicherheit sagen…. Ich habe das Originalrezept von Zorra ein bisschen verändert und teile es heute mit euch, da heute der “World Bread Day 2017” ist.

World Bread Day, October 16, 2017
Wer einmal selbstgebackenes Brot gegessen hat – wird süchtig! Es ist auch eigentlich gar nicht so schwer und ich gebe zu, dass ich durchaus öfter Brot backen könnte. Meistens hab ich nur ein Timingproblem…. Wenn ich Zeit habe den Teig anzusetzen, dann hab ich am Folgetag meist keine Zeit das Brot zu backen. Eindeutiger Nachteil, wenn man im Schichtdienst arbeitet 😉

Bei dem Kartoffelbrot habe ich es aber hinbekommen. Ihr setzt am Vortag den Vorteig an und am Folgetag ist schon Backtag. Das meiste erledigt die Küchenmaschine und der Kühlschrank. Für dieses Rezept habe ich einen gußeisernen Topf – meine Staub Cocotte* zum Backen verwendet. Falls ihr keinen besitzt, könnt ihr das Brot sicherlich auch auf einem Stein oder dem vorgeheizten Backblech backen. Ich weiß aber nicht wie es sich dann verhält und wie sehr es evtl. auseinander läuft.

So – jetzt aber zum Rezept:

Vorteig 1

  • 35g Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
  • 18ml Wasser
  • 1g Trockenhefe

Hefe im Wasser auflösen und mit dem Mehl vermischen. Der Teig wird recht fest. in einer abgedeckten Schüssel bei Zimmertemperatur 2 Stunden gehen lassen.

Vorteig 2

  • Vorteig 1
  • 120g Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
  • 70ml Wasser

Alles miteinander verkneten und eine weitere Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Anschließend in eine luftdichtverschlossene Schüssel geben und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag aus dem Kühlschrank nehmen und direkt mit dem Brühstück fortfahren.

Brühstück

  • 50g Roggenmehl
  • 60ml kochendes Wasser

Mehl in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten. Anschließend abdecken und eine Stunde quellen lassen.

Hauptteig

  • Vorteig 2
  • Brühstück
  • 150g Pellkartoffeln vom Vortag
  • 315g Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
  • 200ml Wasser
  • 2g Trockenhefe
  • 10g Salz

Kartoffeln durch eine Presse drücken oder mit einer Reibe fein reiben. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und (am besten mit dem Knethaken der Küchenmaschine) zu einem glatten Teig verkneten. Die Küchenmaschine sollte gut 5-6 Minuten laufen. Dann sollte der Teig schön seidig sein.

Teig in der Schüssel zugedeckt bei Zimmertemperatur eine halbe Stunde gehen lassen. Anschließend einmal rundherum zur Mitte hin falten und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Teig auf eine bemehlte Fläche stürzen und zu einem Laib formen. Teigling in ein gut bemehltes Gärkörbchen* legen und nochmals eine gute Stunde gehen lassen.

Backofen samt Topf und Deckel auf 250°C Umluft vorheizen. Den heißen Topf herausnehmen und den Teigling vorsichtig hineingleiten lassen! Achtung Verbrennungsgefahr!! Es bedarf ein wenig Übung den rohen Teig in den knallheißen Topf zu befördern….

Topf mit dem Deckel verschließen und zunächst 15 Minuten bei 250°C backen. Dann die Temperatur auf 200°C reduzieren und 20 Minuten weiterbacken. Zum Schluß den Deckel abnehmen und nochmals 10-20 Minuten backen.

Die endgültige ackdauer hängt ein bisschen von eurem Ofen ab. Das Brot ist fertig, wenn es rundherum schön knusprig ist und ganz hohl klingt, wenn ihr von unten dagegen klopft.

Das fertige Brot gleich aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Ich kann immer nicht widerstehen und esse die erste Scheibe warm mit Butter und Salz!

Viel Spaß beim Nachbacken und ich hoffe wir hören uns nicht erst zum World Bread Day 2018 wieder wenn es um gutes Brot geht.

Eure Cat

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4 Gedanken zu “Kartoffelbrot aus dem Topf

  1. Doppelte Freude, erstens dass du beim WBD dabei bist und dann auch noch mit einem Brot aus dem kochtopf. 😉 Und ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn es beim nächsten #synchronbacken passen würde.

    1. Jaaaaaa – ich hab’s mir dick hinter die Ohren geschrieben und gebe mir größte Mühe beim nächsten Synchronbacken mitzumachen 😉
      Und beim nächsten WBD mach ich bestimmt auch wieder mit!
      Liebe Grüße

  2. Kartoffelbrote sind wunderbar – Topfbrote sind wunderbar. Also muss die Kombination aus beidem einfach, na? WUNDERBAR sein 😀

    Sieht köstlich aus!

    Viele Grüße
    Jasmin

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