Schlemmerkatze unterwegs im Allgäu

Allgäu

…und ein leckeres Rezept für Krautkrapfen!

Wenn wir verreisen, dann machen wir unserem Namen meist alle Ehre und „schlemmen“ uns durch die auserwählte Urlaubsregion. In den Bergen ist das ja in jedem Fall eine leckere Angelegenheit!

schlemmerkatzen                  onkel

Wer hätte aber gedacht, dass sich in dem kleinen Ort Bolsterlang (bei Fischen) ein kleiner kulinarischer Schatz versteckt?! Ich jedenfalls nicht, denn ich wusste bis vor kurzem ja nicht mal, dass es Bolsterlang überhaupt gibt! Aber dazu gleich mehr…

püppi

Die Wanderungen führten uns über verschiedene Almen (oder besser gesagt Alpen, wie man im Allgäu sagt) wo wir diverse Brotzeiten, regionales Bier und hausgemachte Kuchen verzehren durften. Den Platz 1 im Kaiserschmarrn hält aber nach wie vor eine Alm in Südtirol – genauer gesagt Ulfas! Ich glaube, da kommt in diesem Leben keiner mehr ran! Daher grämt euch nicht  liebe Allgäuer 😉

ziegernudla

Bei den ausgefallensten Erlebnissen ist das kleine Örtchen Bolsterlang aber definitiv in unseren Top 10 gelandet! Der Grund hierfür ist Der Bergbauernwirt!

Wo es andernorts eine Weinkarte gibt, gibt’s beim Bergbauernwirt eine Genussbierkarte! Hier findet wirklich jeder sein passendes Bier. Naja, fast jeder….

Die Urlauber am Nachbartisch waren offenbar noch nie beim Bergbauernwirt, geschweige denn überhaupt in Bayern. So bestellte der Mann ein Bier. Auf die Frage „Was für ein Bier?“ (bei der Auswahl eine durchaus berechtigte Frage) sagte er „Ein Pils“. Die freundliche Kellnerin: „Wollen sie jetzt ein Bier oder ein Pils?“ Der Mann etwas verunsichert: „Ein Pilsbier..?“ Wir mussten uns das Grinsen ein wenig verkneifen und letztendlich bestellte er dann ein Helles, wie man das in Bayer eben so macht 🙂

brenntar

Neben den „Standardbieren“ wie Helles, Dunkles und Weißbier kann man dort auch die selbstgebrauten Biere vom Bergbauern verkosten – aktuell ein Roggenweizen und ein dunkles Bier namens „Schwarze Seele“! Außerdem gibt es eine große Auswahl an Craftbier. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das Herz vom Schlemmeronkel einen Freudensprung gemacht hat 😉 Wir hätten noch eine Woche bleiben können und trotzdem noch nicht alle Biere verkostet…

käsespätzle

Während ich mich eher durch die Süßspeisen, Krautkrapfen und verschiedenen Spatzen probiert habe, hat der Onkel die Brauanlage inspiziert und noch zwei wirklich außergewöhnliche Biererlebnisse getestet.

Aber davon berichtet er euch jetzt besser selbst….

roggenweizen           zötler

Hach, war das schön!

Ich habe mich gefühlt wie im sprichwörtlichen 7. Bierhimmel.

Feinste Craftbiere, vornehmlich mit regionalem Bezug und aus dem deutschsprachigen Raum. Für jeden was dabei und alle Bierstile abgedeckt!

So war ich also hin und her gerissen zwischen Selbstgebrautem und der Genussbierkarte! Was soll ich sagen, ich hab mir wie immer größte Mühe bei der Verkostung gegeben und alles gut überstanden.

Als ich nun dachte es geht biertechnisch schon nicht mehr besser, konnte der Bergbauernwirt Wolfgang noch einen – nein – sogar zwei oben auf setzen.

Die erste Überraschung war das sogenannte „Bierstacheln“. Zwar hatte ich zuvor schon davon gelesen, es aber noch nie ausprobiert. Hier wird ein Metallstab mittels Gasbrenner bis zur Rotglut erhitzt und dann kurz in einen gut gekühlten dunklen Doppelbock getaucht.

stacheln

Hierbei karamellisiert der im Bier enthaltene Restzucker und es entsteht ein herrlicher weich-süßlicher Geschmack mit leichten Röstaromen. Himmlisch!! Auch für das mittrinkende Auge eine Freude, insbesondere, wenn man gemütlich zusammensitzt.

stacheln

 

Gänzlich neu war mir das sogenannte „Eisbock-Erlebnis“. Hier wird ein kräftig-dunkles Bockbier über Nacht gefroren. Hierbei gefriert das Bier jedoch auf Grund des relativ hohen Alkoholgehalts nicht komplett. Dem Bock wird lediglich ein Großteil Wasser entzogen. Hört sich gemein an, ist aber so 😉

Übrig bleibt eine köstliche Eisbock-Essenz, welche mit einem gesteigerten Alkoholgehalt von ca. 20% und einem ganz feinen Geschmack aufwarten kann.

eisbock            eisbock

Letztendlich bleibt zu erwähnen, dass der liebe Wolfgang mit seiner Begeisterung für Bier dazu beigetragen hat, dass bei Schlemmerkatzens nun eigenes Bier in eben jener Anlage gebraut wird, die auch er verwendet.

brauanlage

Hier nochmal ein herzliches Dankeschön an den Bergbauernwirt für die schönen Abende und die „kleine Brauereiführung“ !!

Zum Abschluß gibt’s noch ein Original Bergbauern-Rezept – die Krautkrapfen! Wir freuen uns sehr, dass Manuela und Wolfgang uns das Geheimrezept verraten haben! 🙂

Wir haben sie selber noch nicht nachgekocht, aber das kommt ganz sicher in den nächsten Tagen!

Krautkrapfen

Zutaten für die Krautkrapfen:

für den Teig
  • 300g Mehl.
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Wasser
  • 1 TL Öl

Aus den Zutaten einen glatten Nudelteig herstellen und diesen ca. 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

***

für die Füllung
  • 1 kg Sauerkraut
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • ca. 100g Butter
  • 100g Speck, gewürfelt
  • Butterschmalz
  • Fleischbrühe/Gemüsebrühe
Das Sauerkraut auf ein Schneidebrett verteilen und längs und quer jeweils drei-bis viermal „schneiden“
Die Speckwürfel in der Butter anbraten und die Zwiebeln dazugeben. Sauerkraut hinzufügen und ca. 5 Minuten mit dünsten. Anschließend auskühlen lassen und kalt stellen.
Den Nudelteig dünn ausrollen und das Sauerkraut darauf verteilen. Das Ganze wie eine Biskuitroulade zusammenrollen und in vier bis sechs Zentimeter dicke Scheiben/Stücke schneiden
Die Krapfen in einem breiten Topf mit etwas Butterschmalz auf der Schnittfläche anbraten, dann mit etwas Fleischbrühe oder Gemüsebrühe angießen und zugedeckt ca. 30 Minuten garen lassen
Dazu einfach viel Schnittlauch, Apfelkompott oder eine Käsesoße servieren.
Wir haben die Krautkrapfen mit Käsesoße gegessen und sie waren wunderbar…
Lasst es euch schmecken,
Cat & Onkel

 

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