Hausgemachter Eierlikör…

eierlikör

…und dazu passende Minigugl! Eine tolle Osterleckerei!

Ich backe gerne Eierlikörkuchen. Eigentlich in einer Kastenform. Aber seitdem ich diese tollen Silikonformen für Minigugl habe, gibt es sämtliche Rührkuchen nur noch in Miniaturausgabe. Diese kleinen Dinger wegzunaschen macht einfach viel mehr Spaß als ein großes Stück Kuchen zu essen.

Außerdem kann man die Minigugl auch noch mit einem kleinen Schuß Eierlikör füllen, bevor sie mit einem Happs im Mund verschwinden. Himmlisch….

Wer will da noch Kuchen aus einer Kastenform? Ich jedenfalls nicht!

Aber bevor ihr losbacken und naschen könnt, müsst ihr erst euren eigenen Eierlikör kochen. (Das geht natürlich auch mit gekauftem Likör, aber es macht nur halb soviel Spaß.)

Zutaten für den Eierlikör:

  • 200g Zucker
  • 200g Sahne
  • 250ml Doppelkorn
  • 8 Eigelb
  • 1TL Vanillezucker

Zubereitung MIT Thermomix:

Alle Zutaten in den Mixtopf geben und 8 Minuten bei 70°C auf Stufe 4 erhitzen.

Zubereitung OHNE Thermomix:

Zucker und Eigelb schaumig schlagen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und über dem heißen Wasserbad ca. 6-10Minuten aufschlagen.

Direkt in 3 Flaschen à 300ml füllen und verschließen.

eierlikör

Soooo….. Jetzt hätten wir schon mal ein feines Likörchen. Fehlen noch die Minigugl.

Zutaten für 40 Stück:

  • 130g Butter
  • 70g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Vanillepaste
  • 2 Eier
  • 160g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 120g  Eierlikör
  • 100g Zartbitterschokolade

Butter mit Zucker schaumig schlagen. Salz und Vanillepaste hinzugeben. Die Eier nacheinander hinzufügen und gut verrühren. Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd mit dem Eierlikör unter den Teig rühren.

Teig in die Formen füllen und bei 160°C Umluft ca. 15-18Minuten goldgelb backen.

Minigugl auf einem Kuchenrost auskühlen lassen und die Silikonformen ausspülen. Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Guglformen zu je einem Drittel mit Schokolade füllen und die ausgekühlten Kugel hinein drücken.

Die Form für 10 Minuten in den Kühlschranke stellen und anschließend die perfekten Schokogugl aus der Form lösen.

Mit einem Schlückchen Eierlikör füllen und sofort vernaschen!

Süße Ostergrüße,

Eure Cat

 

Tomatenrisotto

tomatenrisotto

…mit Lamm und Rucolapesto!

Wenn man sich aktuell so durch die zahlreichen fantastischen Foodblogs klickt, wird man mit Ideen für die Osterfeiertage geradezu überschüttet. Da möchte ich gerne auch einen kleinen herzhaften Beitrag leisten.

All diejenigen unter euch, die (wie ich) immer noch nicht wissen, was sie über die Osterfeiertage kochen werden, lassen vielleicht von diesem Rezept inspirieren…

Da Risotto inzwischen zu meinen Leibspeisen zählt, bekommt ihr jetzt schon die Dritte Variante auf dem Blog zu sehen. Dieses Tomatenrisotto steht auf jeden Fall unter den Top 3! Die Zubereitung war diesmal besonders einfach, da die ganze Rührarbeit von der neuen Küchenhilfe erledigt wurde. Natürlich könnt ihr das Risotto in einem ganz normalen Topf kochen, habe ich bislang auch immer gemacht. Allerdings habe ich festgestellt, dass man für das Garen im Thermomix nur knapp die Hälfte an Flüssigkeit benötigt.

Den Link zum Pesto gibt’s hier – passend zur Jahreszeit könnt ihr den Rucola auch einfach durch Bärlauch ersetzen.

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 250g Risottoreis (Carnaroli oder Arborio, z.B. von Reishunger.de)
  • 2 Schalotten
  • 40g getrocknete Tomaten
  • etwas Olivenöl
  • 1l Gemüsefond (oder 550ml bei der Zubereitung im Thermomix)
  • 50ml Weißwein
  • 1 handvoll geriebenen Parmesan
  • 400-500g Lammlachse
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung OHNE Thermomix:

Ein Liter Fond in einen Topf geben und auf mittlerer Hitze erwärmen. Schalotten und getrocknete Tomaten in feine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Reis in etwas Olivenöl glasig dünsten. Mit dem Weißwein ablöschen. Anschließend nach und nach eine Schöpfkelle vom erwärmten Fond hinzugeben und stetig rühren. Mit dem Nachgießen immer solange warten, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Diesen Vorgang solange wiederholen bis der Fond aufgebraucht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kurz vor dem Servieren eine gute handvoll Parmesan unterrühren.

Zubereitung MIT Thermomix:

Schalotten und Tomaten in den Mixtopf geben. 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Etwas Olivenöl hinzugeben und 3 Minuten bei 120°C auf Stufe 1 dünsten. Reis zugeben und ohne Messbecher 3 Minuten bei 120°C auf Stufe 1 im Linkslauf dünsten.

Weißwein hinzugeben und ohne Messbecher 1 Minute bei 100°C auf Stufe 1 im Linkslauf ablöschen. 550ml Fond, sowie etwas Salz & Pfeffer zugeben. Einmal mit dem Spatel über den Boden des Mixtopfes rühren um den Reis zu lösen. Den Gareinsatz als Spritzschutz auf den Deckel stellen und 12-13 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 im Linkslauf garen. Risotto in eine Schüssel füllen und eine gute handvoll Parmesan unterrühren.

Die Lammlachse in einer Grillpfanne in etwas Olivenöl von beiden Seiten 3-4 Minuten scharf anbraten. Mit Salz & Pfeffer würzen und anschließend mit Risotto und Rucolapesto anrichten.

Guten Appetit

Eure Cat

 

 

Süße Hefeschnecken mit Lemoncurd

hefeschnecken

Beim Stöbern im Internet bin ich über eine äußerst interessante Leckerei gestolpert. Auf dem Blog „Kipferl und Krapferl“ von Kathi habe ich einen Striezel mit Lemoncurd entdeckt. Und da ich ja gerade erst frisches Lemon-Orange-Curd gekocht habe, musste ich ja auch irgendwas damit anstellen.

Ich habe mich allerdings ganz spontan doch gegen den Striezel entschieden und lieber ein paar saftige Schnecken nach dem Hefeteigrezept meiner Oma gebacken. Dennoch herzlichen Dank für die Anregung, liebe Kathi!

Da ich ja nun stolze und glückliche Besitzerin eines Thermomix bin, habe ich den Teig heute auch mal darin zubereitet. Obwohl ich sonst bei Hefeteig ein Freund von Handarbeit bin, muß ich sagen dass mich das Ergebnis überzeugt hat. Aber ich habe natürlich beide Zubereitungsarten für euch aufgeschrieben.

Zutaten:

Zubereitung im Thermomix:

Milch, Hefe und Zucker in der Mixtopf geben und 2 Minuten/37°C/Stufe 2 erwärmen.

Butter in einem Topf auf dem Herd schmelzen – sie darf nicht zu heiß werden, sollte nur flüssig sein. Mehl, Ei und Salz in den Mixtopf geben und 2 Minuten auf der Teigstufe kneten lassen. Hierbei nach und nach die flüssige Butter durch das Loch im Deckel einfließen lassen.

Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Zubereitung OHNE Thermomix:

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Milch erwärmen und die Hefe hineinbröseln. Zucker hinzufügen und mit einem Löffel glatt rühren. Hefemilch in die Mulde gießen und ca. 10 Minuten stehen lassen.
In der Zwischenzeit die Butter in einem Topf schmelzen – sie darf nicht zu heiß werden, sollte nur flüssig sein.

Nun die Hefemilch nach und nach mit dem Mehl vermischen. Butter, Ei und eine Prise Salz hinzugeben und alles zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten.

Teig abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Die Füllung:

Den Teig nach der Gehzeit nochmals gut durchkneten und dann mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ca. 30x40cm ausrollen. Mit Lemoncurd bestreichen und von der langen Seite her aufrollen.hefeschnecken

Mit einem scharfen Messer in 2cm breite Schnecken schneiden und diese in eine gefettete Auflaufform setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft ca. 20 Minuten goldbraun backen.

hefeschnecken

Tipp: Beim Schneiden läuft immer etwas Lemoncurd heraus. Einfach mit einem kleinen Löffel aufnehmen und in der Auflaufform wieder über den Schnecken verteilen. Ich habe die Schnecken zusätzlich noch mit etwas Kondensmilch eingestrichen, damit sie nach dem Backen schön glänzen.

So, und ich gehe jetzt eine leckere süße Schnecke essen. Worauf wartet ihr noch? 😉

hefeschnecken

Eure Cat

 

 

Lemon-Orange-Curd

lemon-orange-curd

Neben der bitteren Orangenmarmelade gehört Lemoncurd wohl zu den beliebtesten Brotaufstrichen in England. Ich wurde heute schon mal gefragt was genau eigentlich „…curd“ ist. Lemoncurd ist keine richtige Marmelade und auch kein Gelee… Pudding ist es auch nicht. Irgendwie schwierig zu beantworten. Lemoncurd ist eben eine einzigartig leckere Zitronencreme!

Ihr könnt damit eure Desserts verfeinern, Schokoladenkuchen füllen, eine Tarte damit bestreichen oder einfach einen Löffel in euren Joghurt rühren.

Ich habe das Rezept im Thermomix zubereitet, aber es geht auch über dem Wasserbad. Ich werde euch hier beide Varianten vorstellen, muß aber dazu sagen dass ich selbst über dem Wasserbad noch nicht ausprobiert habe.

Zutaten:

  • 240g Zucker
  • 3 Zitronen
  • 1 Orange
  • 120g Butter
  • 3 Eier

Zubereitung Thermomix:

Zucker in den Mixtopf geben und 15 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Schale von 2 Zitronen abreiben und in den Topf geben. Erneut 20 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Alle Zitronen und die Orange auspressen, sodass ihr ca. 150ml Saft erhaltet.

Zitrussaft, Butter und Eier in den Topf geben und auf Stufe 2 bei 90°C 20 Minuten erhitzen. Anschließend nochmals 25 Sekunden auf Stufe 6 durchmixen und noch heiß in 2 Schraubgläser à 250ml füllen. Gläser verschließen und abkühlen lassen. Bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren. Lemoncurd hält sich ca. einen Monat.

Zubereitung Wasserbad:

Schale von 2 Zitronen abreiben. Alle Zitronen und die Orange auspressen, sodass ihr ca. 150ml Saft erhaltet.

Zucker, Butter, Saft und Zitronenabrieb in eine Schüssel geben und über dem Wasserbad zum schmelzen bringen. Wenn die Butter flüssig ist und sich mit dem Zucker gut vermischt hat, nach und nach die Eier hinzufügen.

Nun wird die Masse über dem Wasserbad stetig mit dem Schneebesen aufgeschlagen, bis sich eine puddingartige Konsistenz gebildet hat. Dieser Vorgang kann gut 15-20 Minuten dauern. Die Masse noch heiß in 2 Schraubgläser à 250ml füllen. Gläser verschließen und bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren. Lemoncurd hält sich ca. einen Monat.

*       *       *

Nun wünsche ich viel Spaß beim Nachkochen und werde euch natürlich zeitnah noch ein paar Dinge zeigen, die ihr mit dieser feinen Zitronencreme anstellen könnt!

Süß-Saure Grüße,

Eure Cat

 

 

Rucola-Cashew-Pesto

rucolapesto

Vor drei Monaten ist der Mixbecheraufsatz für meinen Pürierstab kaputtgegangen. Seitdem habe ich kein Pesto mehr gemacht und hatte leichte Entzugserscheinungen. Warum ich mir nicht einfach einen neuen Aufsatz gekauft habe? Weil ich mir ein sauteures Küchengerät geleistet habe und mir daher die Neuanschaffung eines Mixbechers sparen wollte.

….und gekauftes Pesto geht ja mal gar nicht!

Aber jetzt ist er endlich da – mein Thermomix. Täglich wartete ich auf die Email, dass er ausgeliefert wird und nach drei langen Monaten war’s dann gestern endlich soweit. Und natürlich musste als zuerst ein ordentliches Pesto her!

Da meine neue Küchenfee alles für mich wiegt, sind die Angaben diesmal ausschließlich in Gramm. Beim Olivenöl sind daher auch Gramm angegeben, was vermutlich nicht automatisch Milliliter sind. Ich denke beim nächsten Mal dran und werde bei Rezepten, die ich im Thermomix zubereite die Flüssigkeiten in Millilitern angeben.

Zutaten:

  • 80g Parmesan
  • 30g Cashewkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80g Rucola
  • 75g Olivenöl

Parmesan in den Mixer geben und auf höchster Stufe einige Sekunden fein zerkleinern. Cashewkerne hinzufügen und nochmals auf höchster Stufe mixen. Nun Rucola, Knoblauch und Olivenöl hinzugeben und auf mittlerer Stufe mixen, bis sich alles schön miteinander verbunden hat. Nach Belieben mit einer Prise Salz abschmecken – meist ist jedoch der Parmesan salzig genug.

Zubereitung Thermomix:

Parmesan in Stücken in den Mixtopf geben und 15 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Restliche Zutaten hinzufügen und 20 Sekunden auf Stufe 7 zerkleiner – fertig!

Wer keinen Mixer oder eine Küchenmaschine hat, kann das Ganze natürlich auch mit einem Pürierstab machen.

Pesto und ein Schraubglas füllen und bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren.

Falls ihr nicht alles auf einmal verbrauchen wollt, solltet ihr das Pesto mit einem Schuß Olivenöl bedecken, damit es länger hält und oben drauf nicht grau wird.

Tipp: Ein Spritzer Zitronensaft im Pesto hebt den Geschmack 🙂

Guten Appetit,

Eure Cat

 

Honig-Sesam-Hühnchen

honig-sesam-hühnchen

…mit Baby Pak Choi und Basmatireis.

Gestern war Markt bei uns. Und wie immer, wenn ich ohne Einkaufszettel losziehe, kaufe ich einfach alles ein was lecker aussieht. Meistens ist das viel zu viel. Wenn ich dann zuhause ankomme, geht die Grübelei los „Was koch ich damit bloß?“.

Ein Einkauf ohne Zettel hat bei mir kein System und somit liegt auch dem Chaos im Einkaufskorb kein Rezept zugrunde. Diesmal war unter anderem Maishühnchenbrust, Sesam und Pak Choi in meinem Körbchen. Außerdem wartet ja noch die neue Lieferung von reishunger.de in der Speisekammer…

Und wie ihr seht ist daraus ein tolles Abendessen entstanden!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 650g Hühnchen (ich hatte Maishähnchenfilet)
  • 2 Eier
  • 40g Stärke
  • 4 EL Sesamöl
  • 80g Honig
  • 2 EL Tomatenmark
  • 55ml Sojasoße
  • 35g Sesam
  • 20g brauner Zucker
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Stärke
  • Salz, Pfeffer, Chiliflocken
  • 200gr Basmatireis
  • 300gr Baby Pak Choi
  • etwas Butter

Das Fleisch in gleichgroße Würfel oder Streifen schneiden. Eier mit 40g Stärke verquirlen und mit Chiliflocken und Pfeffer würzen. Die Fleischstücke in die Eiermasse geben und alles gut durchmischen. 3 EL Sesamöl in einer Pfanne erhitzen. Sobald das Öl heiß ist, Fleisch in die Pfanne geben und rundherum anbraten.

Fleisch aus der Pfanne in eine Auflaufform geben und zur Seite stellen.

Honig, Tomatenmark, Sojasoße, Sesam, Zucker und 1 TL Stärke miteinander verrühren. Knoblauch durch eine Presse drücken und zur Marinade geben. Das Fleisch mit der Marinade übergießen und einmal gut durchrühren, sodass alle Fleischstücke gut bedeckt sind.

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Im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft ca. 30Minuten backen. Zwischendurch umrühren.

In der Zwischenzeit Basmatireis 2x waschen. Mit der 1,5fachen Menge Wasser in einen Topf geben und eine Prise Salz hinzufügen. 10 Minuten stehen lassen. Anschließend den Herd auf die höchste Temperatur schalten, bis es zu kochen beginnt. Hitze sofort auf kleinste Stufe reduzieren und abgedeckt 15 Minuten quellen lassen. Nicht umrühren!

Baby Pak Choi putzen und in kochendem Salzwasser 2-3 Minuten blanchieren. Abtropfen lassen und halbieren. In einer Pfanne etwas Butter zerlassen und den Pak Choi 3-4 Minuten anbraten. Mit Chiliflocken würzen.

Nun alles zusammen anrichten und genießen! Es war sooooo lecker und ihr solltet das wirklich unbedingt mal nachkochen!

Guten Appetit,

Eure Cat

Sauerteigbrot – der zweite Versuch

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Der erste Versuch war nicht blogwürdig. 🙂 Obwohl ich sagen muß, dass es gut aussah und die Kruste auch schön knusprig geworden ist. Allerdings hat mir die Krume nicht gefallen, d.h. es war innen viel zu kompakt und leider gar nicht luftig…. Ich hatte es mit einem reinen Roggenbrot versucht. Irgendwie war die Idee an sich schon dämlich, da ich gar kein reines Roggenbrot mag. Am liebsten esse ich Brot mit etwa 80% Roggenanteil und daher war der zweite Versuch ein anderes Rezept.

Das hat auch gleich viel besser geklappt. Es ist zwar noch nicht perfekt, aber man muß sich ja auch steigern können, oder?!

Das Tolle am eigenen Brot ist, dass man weiß was drin ist. Keine Zusatzstoffe! Da es sich hier um ein reines Sauerteigbrot handelt, ist nicht mal Hefe drin. Lediglich Mehl, Wasser und Salz. Ich bin immer noch verblüfft was aus Teig werden kann, wenn man ihm einfach ein bißchen Zeit gibt.

Angefangen hat die „Brotbackkarriere“ mit dem Ciabatta vom Onkel (meinem lieben Mann) – hier verzeiht der Teig viele Fehler. Sauerteig ist da schon etwas empfindlicher, aber mit etwas Geduld hat auch das geklappt.

Eins noch vorweg: Brot braucht Zeit. Wenn ihr also jetzt mit dem Sauerteig ansetzen beginnt, könnt ihr frühstens in einer Woche euer erstes Brot essen. Aber das Warten lohnt sich!!!

Und sooooo geht’s:

Ihr müsst zunächst euer Anstellgut herstellen. Das ist der Grundstock zum Ansetzen von eurem Sauerteig. Das Anstellgut enthält später die erforderlichen Milchsäurebakterien, die dem Brot den typischen Geschmack verleihen.

Zutaten:

  • 100g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 160ml Wasser
  • einen Platz an einem warmen Ort (Zimmertemperatur)

Tag 1 – 20g Mehl mit 40ml Wasser (lauwarm) zu einem glatten Brei verrühren. Luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur 24 Stunden stehen lassen. Ich habe hierzu ein Glas mit Schraubdeckel verwendet.

sauerteigbrot

Tag 2 – der Teig muß nun gefüttert werden. Dazu erneut 20g Mehl und 40ml lauwarmes Wasser hinzugeben und glatt rühren. Wieder luftdicht verschließen und weitere 24 Stunden warten.

Tag 3 – Weiter füttern – wie an Tag 2 mit 20g Mehl und 40ml lauwarmem Wasser. Ihr solltet inzwischen kleine Bläschen erkennen und einen mild säuerlichen Geruch wahrnehmen können. Alles wieder gut verschließen und 24 Stunden warten.

Tag 4 – ein letztes Mal 20g Mehl und 40ml Wasser zugeben, gut verrühren und einen weiteren Tag warten.

Tag 5 – heute gibt es nichts mehr zu trinken, aber nochmal 20g Mehl. Der Teig sollte nun angenehm säuerlich riechen und eine wunderbar luftige Konsistenz haben.

Tag 6 – das Anstellgut ist fertig und kann jetzt bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Geruch erinnert mich an milden Naturjoghurt.

Ich kann noch keine Angaben zur Haltbarkeit des Anstellguts machen. Die Meinungen gehen da weit auseinander…. Ihr solltet euch jedoch immer vor Benutzung vergewissern, dass sich kein Schimmel gebildet hat. Wenn’s nicht mehr lecker säuerlich riecht – lieber weg damit und ein neues Anstellgut ansetzen!

Das Brot (nach einem Rezept von Plötzblog) – Zubereitungszeit 22 Stunden!

Zutaten für den Roggensauerteig:

  • 56g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 56g Wasser (50°C)
  • 28g Anstellgut

Zutaten für den Weizensauerteig:

  • 56g Weizenmehl (Typ 1050)
  • 56g Wasser (50°C)
  • 28g Anstellgut

Die jeweiligen Sauerteigzutaten mischen. Am besten zuerst Wasser und Mehl, damit das Anstellgut durch das heiße Wasser keinen Schaden nimmt. Die Teige luftdicht abgedeckt 10 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Zutaten für den Hauptteig:

  • 300g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 300g Weizenmehl (Typ 550)
  • 400-500ml Wasser (ca. 27°C)
  • 15g Salz
  • beide Sauerteige

Alle Zutaten etwa 5 Minuten miteinander verkneten. Anfänger (wie ich) sollten das Rezept gründlich lesen und erstmal nur 400ml Wasser hinzugeben. Der Teig wird ansonsten sehr feucht und ist nicht leicht zu handhaben. Ich habe diesen Hinweis leider überlesen und gleich das ganze Wasser hinzugefügt, sodass mir der Laib beim Backen etwas aus der Form gelaufen ist.

Den Teig abdecken und 2 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Alle 30 Minuten vom Rand zur Mitte hin falten – einmal rundherum und wieder abdecken.

Den Teig zu einem Laib formen und mit der Unterseite nach oben in einen gut bemehlten Gärkorb setzen. Ich habe mir einen Gärkorb
mit passendem Gärtuch besorgt – klappt super!

sauerteigbrot

Den Teig zugedeckt weitere 10 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

Backofen auf 280°C vorheizen. Je nachdem ob ihr das Brot in einem Gußeisentopf oder auf dem Backstein backen wollt, solltet ihr eure bevorzugte Wahl in jedem Fall mit vorheizen. Beim Topf den Deckel nicht vergessen!

Teig direkt aus dem Kühlschrank in den heißen Topf oder auf den heißen Stein stürzen und in den Ofen schieben. Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot für 60 Minuten backen. 15 Minuten vor Ende der Garzeit habe ich den Deckel abgenommen, damit die Kruste schön knusprig wird.

sauerteigbrot

Ich würde mich freuen, wenn ich ich den einen oder anderen von euch mit dem Brotvirus infizieren kann und ihr auch ins Backfieber geratet.

sauerteigbrot

Eine schöne Brotzeit,

Eure Cat

Rüblikuchen mit Frischkäsefrosting

rüblikuchen

Da steh ich morgens beim Bäcker und stelle fest: Bald ist Ostern! Die Amerikaner haben Hasenohren bekommen, aus dem Einback in  Schneemannform ist ein Einback in Osterhasenform geworden und statt Streuselkuchen gibt es Rüblikuchen.

Und genau dieser Rüblikuchen hat mich sooooo angelacht…. Aber ein Blick aufs Preisschild sagte mir- auf gar keinen Fall! Ich bezahle kein Vermögen für ein derart kleines Stück Kuchen. Ich gebe gerne und auch viel Geld für gutes Essen und gute Produkte aus, aber es gibt auch Grenzen wenn das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr stimmt.

Mit meiner Brötchentüte mache ich mich auf den Heimweg. Der Rüblikuchen schwirrt mir aber dennoch im Kopf rum.

Ein Blick in den Kühlschrank bestätigt die Vermutung: reichlich Möhren und Eier! Und die restlichen Zutaten für einen Kuchen finden sich in meiner chaotischen Backschublade. Nur ein Genie beherrscht das Chaos! 🙂

Und hier kommt das Rezept für meinen Rüblikuchen:

Zutaten (für eine Springform oder 6 Minikuchen):

  • 5 Eier
  • 160g Zucker
  • 300g Mandeln
  • 1/2 Zitrone – Saft und Abrieb
  • 300g Möhren
  • 60g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Kirschwasser
  • 300g Frischkäse
  • 150g Puderzucker
  • 125g Sahne
  • Pistazien

Möhren schälen und raspeln. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Mandeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und mit Zitronensaft und Kirschwasser hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verrühren und im vorgeheizten Backofen bei 160°C backen.

Wenn ihr 6 Minikuchen daraus macht, beträgt die Backzeit etwa 35 Minuten. Falls ihr eine Springform verwendet, dauert das Ganze etwa 60 Minuten.

Rüblikuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Sahne mit Puderzucker steif schlagen. Frischkäse unterheben und auf den erkalteten Rüblikuchen streichen. Mit Zitronenabrieb und Pistazien verzieren.

So, und jetzt ladet ein paar Freunde zum Kaffee ein und genießt den leckeren Rüblikuchen auf eurem sonnigen Balkon!

rüblikuchen

Eure Cat

 

Schwäbischer Kartoffelauflauf

schwäbischer kartoffelauflauf

….mit Speck und Wirsing! Jaaaaa das klingt recht winterlich, wo doch der Frühling vor der Tür steht. Aber was soll ich sagen? Ich mußte meinen neuen Topf einweihen…. Fürs Brotbacken war der Sauerteig noch nicht weit genug und für einen aufwendigen Braten fehlte die Zeit. Warum also den Topf nicht als Auflaufform nutzen? So ein teures Teil aus Gußeisen kann schließlich alles! 🙂

Und so hat mir mein neues Schätzchen „La Cocotte“ von Staub einen herrlich deftigen Kartoffelauflauf serviert. Ich bin begeistert und hoffe ihr bekommt jetzt auch gleich Appetit!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1kg Kartoffeln (festkochend)
  • 2 TL Kümmel
  • 4-5 EL Essig
  • 100ml Gemüsefond
  • 6 EL Öl
  • 2 TL scharfen Senf
  • 800g Wirsing
  • 100g Speck
  • 150g Zwiebeln
  • 50g Butter
  • 35g Mehl
  • 350ml Milch
  • 80g Bergkäse, gerieben
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat

Die Kartoffeln mit Schale ca.25 Minuten in Salzwasser weich kochen. 2 TL Kümmel mit ins  Kochwasser geben.

In einer Schüssel aus Essig, Fond und Senf ein Dressing anrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Kartoffeln noch heiß pellen und in 5mm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben direkt ins Dressing geben und eine Stunde abgedeckt ziehen lassen.

Wirsing putzen und die Blätter in ca.5x5cm große Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen und direkt in einer Schüssel Eiswasser abschrecken. 300ml von dem Wirsingkochwasser aufheben und zur Seite stellen.

Wirsing gut abtropfen lassen und eventuell noch etwas trocken tupfen.

Speck in Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen. Zwiebeln schälen und fein würfeln und mit etwas Butter zum Speck geben. Zwiebeln glasig dünsten. Mit Mehl bestäuben und verrühren. Nun die Milch hinzugeben und mit einem Schneebesen glatt rühren. Das Wirsingwasser hinzugeben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren, da die Béchamelsoße sonst schnell anbrennt.
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Kartoffeln und Wirsing in eine Auflaufform schichten. Mit der Béchamelsoße übergießen und mit dem Bergkäse bestreuen.
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Im vorgeheizten Backofen bei ca.170°C für 25-30Minuten überbacken.

Guten Appetit,

Eure Cat

 

Scones – nicht nur zur Teatime eine leckere Angelegenheit

scones

Gestern Abend haben mein Mann und ich überlegt ob es zum Sonntagsfrühstück Brioche oder Scones geben soll. Ich war für Brioche – er für Scones. Und ihr seht ja wer sich durchgesetzt hat! Aber in diesem Fall habe ich sehr gerne nachgegeben, denn sie waren köstlich. Geradezu ein perfekter Sonntagmorgen beim ersten Balkonfrühstück im strahlenden Sonnenschein! Und damit ihr ab sofort auch Scones frühstücken oder zur Teatime genießen könnt, verrate ich euch das Rezept.

Zutaten für 12 Stück:

  • 350g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Zucker
  • 4 EL Milch
  • 150g Joghurt (alternativ geht auch Schmand oder Créme Fraîche
  • 85g kalte Butter
  • etwas Milch zum einpinseln

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig mit einem Nudelholz etwa 1,5 cm dick ausrollen und Kreise ausstechen. Ich habe hierzu einen kleinen Servierring benutzt.

scones

Die Kreise auf ein Backblech setzen und mit etwas Milch einstreichen.

scones

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 170°C 15-20 Minuten backen. Zum Auskühlen auf einen Kuchenrost setzen oder gleich noch warm genießen.

Ich mag sie gerne mit Frischkäse und Erdbeermarmelade, der Onkel bevorzugt gesalzene Butter und Heidelbeermarmelade!

Da ich heute morgen beim Blick in den Kühlschrank mit Erschrecken festgestellt hatte, dass kein Joghurt mehr da war, habe ich ihn kurzerhand durch Schmand ersetzt. War genauso lecker!

Viel Spaß beim Nachbacken

Eure Cat