Manti – Türkische Teigtaschen

Ich habe mich vor ungefähr 5 Monaten verliebt… in diese zauberhaften kleinen türkischen Teigtaschen namens Manti! Eine Überraschung ist das eigentlich nicht, denn irgendwie fällt das ja weitestgehend unter den Oberbegriff PASTA, oder? Ich habe Manti zum ersten Mal in Köln gegessen, als ich auf einem Kurztrip mit meiner Mama dort war. Es war Liebe auf den ersten Löffel!

Die Profis werden jetzt behaupten, dass meine Manti noch viel zu groß geraten sind, aber ich übe ja noch. Für den ersten Versuch finde ich sie sehr gelungen und ich habe für zwei Portionen auch “nur” 1,5 Stunden gebraucht. Wie immer bei handgemachter Pasta, oder generell Teigtaschen aus der ganzen Welt, hat man die zeitaufwendige Handarbeit dann in wenigen Minuten verputzt. Aber es lohnt sich jedes einzelne Mal! Daher solltet ihr euch auch unbedingt mal an frische Manti heranwagen. Ihr werdet begeistert sein.

Die Zubereitung der Manti ist eigentlich ganz einfach. Der Teig lässt sich super verarbeiten und die Füllung habt ihr auch ganz schnell gemacht. Wenn ihr dann noch eine helfende Hand beim Falten habt, braucht ihr vermutlich auch nicht ganz so lange wie ich. Meine persönliche helfende Hand – der Brauonkel – steht mir in der Küche ja grundsätzlich bei allem zur Seite. Er schnippelt, rührt und macht die Messer wieder scharf. Aber wenn er frische Pasta hört, ist er immer nach wenigen Minuten verschwunden und taucht erst zum Essen wieder auf. Ich kann allerdings verstehen, dass diese “Fuzzelarbeit” nicht unbedingt sein Fall ist. Solang er mich dann beim Kochen immer mit einem feinen Craftbier überrascht, bin ich absolut zufrieden.

Wenn sich eure bessere Hälfte auch vor der Zubereitung drücken will, kann ich euch die Kenwood Cooking Chef Gourmet* ans Herz legen. Darin könnt ihr den Teig und die Füllung zubereiten und anschließend mit dem Pasta Vorsatz* die Teigbahnen für die Manti ausrollen. Das ist mindestens genauso hilfreich wie eine zweite Person in der Küche! Jetzt aber genug davon – ihr wollt ja auch irgendwann mal essen.

Zutaten für 3 Portionen Manti:

  • 250g Mehl (Typ 405)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 90ml lauwarmes Wasser
  • 200g Hackfleisch (halb & halb)
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Stiel frische Minze
  • je 1/2 TL Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprika
  • 250g Naturjoghurt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe
  • 70g Butter
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Paprikamark

Mehl, Ei, Salz und Wasser in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hackfleisch in eine Schüssel geben. Schalotte und Knoblauch schälen. Beides mit einer Reibe (z.b. von Microplane*) fein reiben und zum Hackfleisch geben. Petersilie und Minze hacken. Kräuter zusammen mit den Gewürzen zum Fleisch geben und alles gut miteinander vermischen.

Teig dünn ausrollen. Wenn ihr eine Nudelmaschine verwendet empfehle ich euch Stufe 6-7. Den ausgerollten Teig in ca. 2×2 cm große Quadrate schneiden und jeweils eine kleine Portion Füllung darauf geben. Nun die jeweils schräg gegenüber liegenden Ecken zusammendrücken, sodass kleine “Teigpyramiden” entstehen. Bis zum Kochen auf ein Handtuch oder mit etwas Mehl bestreutes Blech setzen.

Für die Joghurtsoße den Joghurt in eine Schüssel geben, Knoblauch schälen und hineinreiben und mit Zitronensaft und einer Prise Salz abschmecken.

Butter in einem Topf schmelzen, Paprikapulver und Paprikamark hineingeben und glatt rühren.

Manti in reichlich kochendem Salzwasser 3-4 Minuten garen. In ein Sieb abgießen und mit Joghurtsoße und Paprikabutter servieren.

Wer noch etwas frisches und knackiges möchte, kann noch ein paar bunte rohe Paprikawürfel drüber streuen. KÖSTLICH, sag ich euch!

Lasst es euch ganz doll schmecken.

Eure Cat

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