Crème Brûlée…..

image….und warum ich kein Verständnis für Tütendesserts habe! Ich habe diese Créme brûlèe bereits an Weihnachten gemacht und bin bislang nicht dazu gekommen, das Rezept mit euch zu teilen. Aber als ich vorhin einkaufen war, habe ich beschlossen das Rezept umgehend zu posten wenn ich wieder zuhause bin.

Der Grund dafür ist eine unangenehme Entdeckung im Backwaren- und Dessertregal des Supermarkts. Dort fiel mir eine Verpackung für Crème brûlée zum „anrühren“ ins Auge. Die Zutatenliste besteht aus Zucker, Stärke, HÜHNEREIPULVER und Farbstoffen. Milch und Sahne muß man für die Zubereitung noch hinzufügen. Jetzt frage ich mich, warum sich jemand so ein Zeug kauft, wenn er von den fünf Zutaten, die man für Crème brûlée benötigt, sowieso noch zwei extra kaufen und hinein geben muß???

Ich will das jedenfalls nicht essen und hoffe, dass ihr eure nächste Crème brûlée auch selbst macht!

Für 8 Portionen benötigt ihr:

  • 5 Eigelb
  • 75g Zucker
  • 1 TL Vanillepaste
  • 350g Sahne (mind. 33% Fett)
  • 150ml Milch

Eigelb, Zucker und Vanillepaste in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen kurz verrühren. Sahne und Milch nach und nach zugeben und alles miteinander verrühren. Die Masse durch ein Haarsieb gießen, da so kleine Rückstände vom Eigelb zurückbleiben und die Masse schön glatt wird.

Backofen auf 100°C vorheizen und die Masse in 8 kleine feuerfeste Förmchen gießen. Eine kleine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen und die Förmchen auf den Rost in der mittleren Schiene stellen. Für ca. 45Minuten stocken lassen!

Nach 45 Minuten sollte die Masse fest sein und ihr müsstet eine leichte Haut auf der Oberfläche erkennen können. Lasst die Crème nun auskühlen – ihr könnt sie auch schon einen Tag vorher zubereiten.

Kurz vor dem Servieren gebt ihr etwas braunen Zucker auf die Crème und karamellisiert ihn mit einem kleinen Gasbrenner. Ich benutze diesen Flambierer.
Wichtig ist, dass ihr den Zucker unmittelbar vor dem Karamellisieren auf die Crème streut, da er sonst Wasser zieht.

Wer keinen Gasbrenner hat, kann die Förmchen auch für 2 Minuten und den vorgeheizten Grill im Backofen stellen.

Das war doch ganz einfach, oder? Wer braucht da noch Pulver zum Anrühren?

Süße Grüße,

Eure Cat

Roastbeef mit schwedischen Kartoffeln und Remoulade

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Mein erster Beitrag als Schlemmerkatze und gleichzeitig der letzte für 2014! Zum Jahresabschluß habe ich nochmal was besonders Leckeres für euch. Dieses Gericht könnt ihr prima vorbereiten und sowohl als kleine Vorspeise wie auch zum Hauptgang servieren.

Die nachfolgenden Mengenangaben beziehen sich auf einen Hauptgang für 4 Personen.

Roastbeef

  • 1kg Roastbeef
  • etwas Olivenöl
  • Salz & Pfeffer

Das Roastbeef etwa 1 Stunde vor der Zubereitung schon aus dem Kühlschrank holen. Den Backofen auf 100°C vorheizen. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und im heißen Olivenöl rundherum anbraten. Jede Seite für ca. 3-4 Minuten. Das Roastbeef nun in eine Auflaufform legen und in den Ofen schieben. Temperatur auf 90°C reduzieren und für ca. 1:45h schön rosa garen. Wer sicher gehen möchte, kann auch ein Fleischthermometer benutzen. Die Kerntemperatur sollte zwischen 57°-63°C liegen.

Vor dem Anschneiden solltet ihr das Roastbeef noch ein paar Minuten ruhen lassen. Ihr könnt es natürlich auch ganz auskühlen lassen und kalt servieren – ganz wie es euch beliebt!

Schwedische Kartoffeln

  • 16-20 kleine Kartoffeln
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50ml Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • Salz

Die Kartoffeln schälen, waschen und trocken tupfen. Nun die Kartoffeln mit einem scharfen Messer im Abstand von ca. 3mm einschneiden. Das untere Drittel sollte unberührt bleiben.

In einem Topf Olivenöl, Butter und Kräuter erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Die eingeschnittenen Kartoffeln in eine Auflaufform setzen und die Öl-Butter-Mischunge darüber verteilen, sodass es schön in die Kartoffeln fließen kann. Mit etwas Salz bestreuen. (Ich habe hier dänisches Rauchsalz verwendet – sehr lecker!)

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C etwa 45 Minuten goldbraun garen. Zwischendrin könnt ihr die Kartoffeln nochmals mit dem Öl, dass sich unten in der Form gesammelt hat übergießen.

Remoulade

  • 2 Eigelb
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • 300ml Sonnenblumenöl
  • 1 TL Salz
  • 4 Cornichons
  • 1 EL Kapern
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL gehackter Dill
  • 1 EL gehackte Kresse
  • 2 EL Joghurt

Eigelb, Zucker, Essig, Senf und Zitronensaft in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab ca. 3 Minuten cremig mixen. Der Zucker sollte sich aufgelöst haben und ihr solltet eine luftige cremige Masse erhalten haben.

Nun nach und nach das Öl hineingießen und mit dem Pürierstab weitermixen. bis ihr eine schöne Mayonnaise erhalten habt. Habt ein bißchen Geduld, denn wenn ihr das Öl zu schnell hineingießt, gerinnt euch die Masse!

Cornichons und Kapern fein hacken. Mit dem Joghurt, Kräutern und Salz unter die Mayonnaise rühren – fertig!

Ihr solltet die Remoulade unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und zügig aufbrauchen, da ihr rohe Eigelb verarbeitet habt. Schmeckt auch prima auf einem Sandwich – habe ich heute zum Frühstück gleich probiert!

Und jetzt lasst es euch schmecken! Frische Remoulade mit knusprigen Kartoffeln und lauwarmes Roastbeef. Hmmmmmmm……

Viele Grüße,

Eure Cat

 

Parmesanmousse mit Tomatengelee

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Heute habe ich eine kleine kalte Vorspeise für euch, die ich selbst zum ersten Mal ausprobiert habe. Ich hatte das Ganze für Weihnachten angekündigt, jedoch keine Zeit zum „Probekochen“ gehabt, sodass alles auf Anhieb gelingen musste. Und was soll ich sagen? Es hat geklappt und war extrem lecker.

Eines allerdings gleich vorweg: Parmesanmousse ist sehr mächtig und macht schnell satt. Auch wenn es luftig und cremig aussehen mag… Ihr solltet also eher kleine Dessertgläser oder Förmchen verwenden oder aber die Mousse in einer großen Schüssel zubereiten und entsprechend kleine Nocken abstechen.

Da ich die Mousse mit einem Tomatengelee kombinieren wollte, habe ich mich für kleine Dessertgläser entschieden.

Das Tomatengelee war auch so ein Experiment für sich. Ich halte mich äußerst selten an irgendwelche Packungsangaben – so auch bei der Gelatine… Für mich ist sowas eher ein grober Richtwert. Ich mag es nicht, wenn zuviel Gelatine drin ist und der Löffel vom Gelee zurückprallt (was meist der Fall ist wenn man sich an die Angaben auf der Verpackung hält). Ist jedoch zu wenig drin, wird es nicht fest…. So habe ich mich langsam herangetastet und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Jetzt aber zum Rezept für etwa 10-12 Portionen.

Tomatengelee:

  • 6 große Strauchtomaten
  • 200ml Tomatensaft
  • 2 EL Rotweinessig oder heller Balsamico
  • Saft einer halben Limette
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 3 Zweige Thymian
  • 7 Blatt Gelatine
  • Salz & Pfeffer

Strauchtomaten waschen, Strunk entfernen und vierteln. Anschließend mit Essig und Limettensaft in einen Topf geben und erhitzen. Mit Tomatensaft ablöschen und die Kräuter hinzugeben. Mit Zucker, Chili, Salz & Pfeffer abschmecken und ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Tomaten sollten jetzt nahezu verkocht sein. Die entstandene Tomatensuppe nun mit dem Pürierstab gut durchmixen und anschließend alles durch ein Sieb streichen, damit die Kerne und Kräuter zurückbleiben. Ihr solltet nun etwa 625ml Flüssigkeit erhalten haben.

Gelatine einweichen und ausdrücken. Die weichen Gelatineblätter in die noch heiße, durchgesiebte Tomatensuppe geben und rühren bis sich alles aufgelöst hat. Nun in die Dessertgläser füllen und  3-4 Stunden kalt stellen.

Parmesanmousse:

  • 300ml Milch
  • 250g Parmesan
  • 300ml Sahne
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 4 Blätter Gelatine

Die Milch mit den Kräutern erwärmen – nicht kochen. Die Kräuter etwa 15 Minuten in der heißen Milch ziehen lassen, damit sie ihre Aromen abgeben können.

In der Zwischenzeit den Parmesan reiben.

Die Kräuter aus der Milch nehmen und dann den geriebenen Parmesan hinzugeben und unterrühren, bis alles geschmolzen ist. Falls die Milch nicht mehr heiß genug ist, nochmal zurück auf die Herdplatte stellen (nicht kochen!)

Gelatine einweichen, ausdrücken und in der Parmesanmilch  auflösen. Anschließend abkühlen lassen. (Da es draußen aktuell sehr kalt ist, habe ich den Topf einfach für 10 Minuten auf den Balkon gestellt. Ihr könnt die Milch aber auch im Eiswasserbad runterkühlen…)

Sahne steif schlagen und unter die Parmesanmilch heben. Die Milch sollte jetzt höchstens noch handwarm sein.

Nun könnt ihr die Masse auf das Tomatengelee geben und die Gläser anschließend für weitere 2-3 Stunden kühlen.

Falls ihr die Masse in einer Schüssel kalt stellt, um anschließend Nocken abzustechen, solltet ihr eher 4-5 Stunden warten, bis alles komplett durchgekühlt und fest geworden ist!

Tipp:

Diese Vorspeise lässt sich prima vorbereiten und sieht bestimmt auch auf eurem Silvesterbuffet toll aus. Ihr könnt sie direkt im Glas servieren oder auch stürzen.

Guten Appetit,

Eure Cat

 

Franzbrötchen

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Franzbrötchen…. Der Name ist so unscheinbar und langweilig (zumindest für mich, als waschechte Hessin mit Null Ahnung von Geschichte), dass ich heute morgen erstmal eine halbe Stunde das Internet quälen musste um herauszufinden wie das Ding heißt, das ich backen will. Frau Google weiß zwar irgendwie alles, aber man muß ihr auch die richtigen Fragen stellen….

Ich bin in einer Fernsehsendung auf dieses Gebäck aufmerksam geworden und hatte leider vergessen wie es heißt. Daher war das mit dem „Fragen stellen“ nicht so leicht…

Ein Franzbrötchen ist jedenfalls ein Plundergebäck das Anfang des 19. Jahrhunderts während der Besatzungszeit durch die Truppen Napoleons in Hamburg bekannt wurde. (Mein Pauli hätte das bestimmt gewußt…)

Wer jedoch auf seine Linie achten will oder gar Kalorien zählt, der sollte sich jetzt nochmal sehnsüchtig das Bild anschauen und nicht weiterlesen….

Den Genießern hingegen verrate ich jetzt wie es geht!

Für den Teig:

  • 500g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 70g Zucker
  • 250ml Milch
  • 70g Butter
  • 1 Prise Salz

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die Milch erwärmen (nicht kochen!). Zucker und zerbröckelte Hefe zur Milch geben und glatt rühren. Die Milch anschließend in die Mulde gießen und mit etwas Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel an einen warmen Ort stellen und den sogenannten Vorteig 5-10 Minuten aufgehen lassen.

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In der Zwischenzeit die Butter in einem Topf zerlassen.

Wenn der Vorteig „blubbert“, wird die flüssige Butter mit der Prise Salz hinzugegeben. Jetzt alles zügig zu einem schönen glatten Teig verkneten.

An einem warmen Ort ca. 30-40 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat.

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Für die Füllung:

  • 150g Zucker
  • 2TL Zimt
  • 150g Butter

Den Teig noch einmal kräftig durchkneten und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 30x25cm ausrollen.

Die kalte Butter in dünne Scheiben schneiden und auf eine Hälfte des Teiges legen. Die andere Hälfte darüber klappen und die Ränder gut zusammen drücken. Nun zu einem Rechteck von ca. 30x50cm ausrollen.

Von der schmalen Seite her ein Drittel des Teigs zur Mitte einschlagen und das hintere Drittel wiederum darüber klappen. Nun sollten drei Schichten übereinander liegen. Den Teig für etwa 10 Minuten kalt stellen.

Den gekühlten Teig nun auf etwa 80x40cm ausrollen und mit Wasser bestreichen. Zimt und Zucker mischen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Den Teig von der langen Seite her aufrollen und die Nahtstelle nach unten legen.

Die Rolle in je 4cm breite Scheiben schneiden. Diese werden nun mit dem Stiel eines Kochlöffels parallel zu den Schnittflächen kräftig eingedrückt.

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Auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160°C Umluft für 20 Minuten goldgelb backen!

Fertig sind die Franzbrötchen und sie duften einfach herrlich. So herrlich, dass ich das erste noch warm gegessen habe!

Nachmachen lohnt sich,

Eure Cat

Frohe Weihnachten

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Ich bin ein bißchen spät, aber auch ich wünsche euch allen ein schönes Fest! Genießt die Zeit mit der Familie, das leckere Essen und lasst es euch gut gehen!

Da es bei uns schon lange keine großen Geschenke mehr gibt, sondern nur noch Kleinigkeiten, die von Herzen kommen, habe ich mich dieses Jahr für selbstgemachte Gewürzsalze entschieden. Ihr könnt eurer Phantasie hier freien Lauf lassn, wichtig ist nur das Verhältnis 80:20 von Salz zu Gewürzen/Kräutern.

Ich habe mich für drei unterschiedliche Sorten entschieden:

Limette-Ingwer-Salz

  • 160g grobes Meersalz
  • 15g Limettenschale
  • 25g geriebener Ingwer

Orangen-Rosa Beeren-Salz

  • 160g grobes Meersalz
  • 15g Rosa Pfefferbeeren
  • 25g Orangenschale

Mediterranes Kräutersalz

  • 160g grobes Meersalz
  • 15g Rosa Pfefferbeeren
  • 25g gemischte frische Kräuter (z.B. Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut)

Die Zubereitung ist wirklich einfach. Die Zitrusfrüchte (Bio) mit heißem Wasser gründlich abspülen und mit einer Reibe die Schale abraspeln. Hierbei sollte nichts von der bitteren weißen Haut dazu kommen.

Die Kräuter ebenfalls waschen und fein hacken.

Ingwer schälen und fein reiben.

Kräuter, Zitrusschale, Ingwer und Pfefferbeeren jeweils mit dem Salz vermischen und auf einem Blech oder in einer Auflaufform bei 50-60°C für ca. 45 Minuten im Ofen trocknen. Die Kräutermischung wird vermutlich etwas schneller trocknen, als die Mischung mit dem geriebenen Ingwer.

Wenn das Salz nicht mehr feucht ist, kann es nach Belieben mit dem Mörser fein zerstoßen werden. Ihr könnt es natürlich auch in eine Gewürzmühle füllen.

Ich habe mich für den Mörser entschieden und jeweils 40g Gewürzsalz in kleine Gläser abgefüllt! Meine Weihnachtsgeschenke für Freunde und Familie!

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Weihnachtliche Grüße

Eure Cat

Bratapfel mal anders

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Gewöhnlich füllt man Bratäpfel mit Rosinen, Marzipan, Mandeln, Nüssen oder auch Nougat. Aber habt ihr einen Bratapfel schon mal mit Speck und Käse gefüllt? Nein? Dann wird es aber Zeit.

Immerhin ist bald Weihnachten und wenn ihr euren Gästen über die Weihnachtsfeiertage mal eine etwas außergewöhnliche Vorspeise servieren wollt, dann solltet ihr es mit diesen Bratäpfeln versuchen.

Die Zubereitung ist schnell und einfach.

Zutaten:

  • 6 Äpfel (Elstar)
  • 1 Brötchen oder ein Stück Ciabatta (ca. 100g)
  • 80g geräucherter Speck
  • 150g Raclette-Käse
  • 2-3 EL Schmand
  • 2 TL Zatar (nordafrikanische Gewürzmischung, alternativ könnt ihr Thymian verwenden)
  • Salz & Pfeffer

Von den Äpfeln je einen Deckel abschneiden und das Kerngehäuse entfernen. Außerdem noch etwas Fruchtfleisch herausnehmen und klein schneiden. Nehmt nur soviel Fruchtfleisch heraus, dass der Apfel rundherum noch mindestens 1 cm stark ist. Wenn der Rand zu dünn ist, zerfällt der Apfel im Ofen.

Brötchen, Speck und Käse in kleine Würfel schneiden. In einer Schüssel mit dem klein geschnittenen Apfel vermischen. Schmand und Zatar hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles gut durchmischen und die ausgehölten Äpfel damit füllen. Den Deckel wieder auf den gefüllten Apfel setzen und im Ofen bei ca. 170°C für ca. 25-30 Minuten garen. Die Garzeit hängt natürlich auch von der Größe der Äpfel ab, die ihr verwendet.

Lasst es euch schmecken!

Mit weihnachtlichen Grüßen

Eure Cat

Baumkuchen mit Marzipan

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Mit tatkräftiger Unterstützung von meinem lieben Mann habe ich meinen ersten Baumkuchen gebacken. Es war gar nicht so schwer wie ich befürchtet hatte, aber dafür hat es umso länger gedauert! Ihr solltet also etwas mehr Zeit einplanen und ein bißchen Geduld mitbringen.

Ich habe meinen Baumkuchen in einer runden Springform gebacken und mit Schokolade überzogen. Das ist zwar nicht die klassische Form, schmeckt aber mindestens genauso gut. Außerdem kann man so herrlich dünne Scheiben abschneiden. Bevor ich das Rezept schreibe, muß ich glaube ich erstmal ein Stück davon vernaschen!

So jetzt geht es weiter…

Zutaten:

  • 10 Eier (Größe L)
  • 220g Butter
  • 100g Marzipanrohmasse
  • 50ml Kondensmilch (7,5%)
  • 220g Zucker
  • 120g Weizenpuder (alternativ Maisstärke)
  • 150g Mehl
  • 25ml Grand Manier
  • Mark einer Vanilleschote
  • Abrieb einer Mandarine
  • Prise Salz
  • Aprikosenmarmelade
  • Schokoladenglasur oder Kuvertüre

Die Eier trennen. In einer Rührschüssel Butter und Marzipan schaumig rühren, bis keine Marzipanklümpchen mehr zu sehen sind.

Eigelb, Kondensmilch, Vanillemark, Mandarinenabrieb und Grand Manier dazugeben und alles sehr schaumig rühren.

In einer zweiten Schüssel Eiweiß mit einer Prise Salz luftig schlagen. Zucker nach und nach einrieseln lassen und halb steif schlagen. Weizenpuder, bzw. Stärke hineinsieben und dann ganz steif schlagen.

Nun etwa ein 1/3 der Eiweißmasse unter die Eigelb-Butter-Mischung rühren. Anschließend mit einem Schneebesen das restliche Eiweiß und das gesiebte Mehl zügig unterheben.

Eine 28cm-Springform mit Backpapier auslegen und die erste Schicht Teig einfüllen – ca 2mm.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C Oberhitze goldbraun backen. Form aus dem Ofen nehmen, erneut 2mm Teig auftragen und  weiterbacken.

Diesen Vorgang solange wiederholen, bis der Teig aufgebraucht und die Form gefüllt ist. Wichtig ist, dass die Schichten eine schöne goldbraune Farbe annehmen, da man sonst später die „Jahresringe“ nicht sieht.

Wenn die letzte Schicht gebacken ist, den Kuchen aus der Form lösen und auskühlen lassen.

Die Aprikosenmarmelade in einem Topf aufkochen. Mit einem Pinsel eine dünne Schicht der heißen Marmelade auf den Kuchen auftragen.

Nun die Schokolade schmelzen und den kompletten Kuchen damit überziehen.

Für die Verzierung habe ich mir Sternschablonen ausgeschnitten. Bestäubt mit etwas Orangenpulver ergibt das ein schönes Muster auf dem Kuchen.

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Süße Grüße,

Cat

Asiatische Hühnersuppe

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Heute gibt es auf Wunsch meiner lieben Kollegin Debbie mal ein leichtes Gericht, was garantiert nicht schwer im Magen liegt. (Ich hoffe sehr, dass es auch deinen Geschmack trifft!)

Falls ihr zwischen den Jahren kein üppiges Essen mehr sehen könnt, seid ihr alle herzlich eingeladen diese Suppe nachzukochen.

Ich gebe zu, dass dieses Gericht etwas Zeit braucht aber es lohnt sich wirklich!

Zunächst einmal habe ich eine ganz normale Hühnerbrühe gekocht, wie ihr sie alle aus Omas Suppentopf kennt. Der Aufwand für eine ordentliche Brühe ist in meinen Augen gering und verglichen mit dem Ergebnis nicht der Rede wert. Was ihr braucht? Folgendes:

  • 1 Suppenhuhn (ohne Innereien)
  • 1 Stange Lauch
  • 4 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 1 großes Stück Knollensellerie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 6 Wacholderbeeren
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

Das Suppenhuhn in einen großen Topf oder Bräter legen. Gemüse schälen, putzen und in grobe Stücke schneiden. Anschließend rund um das Suppenhuhn verteilen und mit ca. 2-3Litern heißem Wasser aufgießen. Alles bei starker Hitze zum Kochen bringen.

Nun Petersilie (im Bund), Lorbeerblätter und Wacholderbeeren hinzugeben und mit Salz würzen.

Falls sich nun etwas Schaum auf der Oberfläche bildet, sollte diese mit einer Kelle abgeschöpft werden.

Die Suppe nun für ca. 1,5 Stunden bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Zum Schluß das Suppenhuhn herausnehmen und abkühlen lassen. Die Brühe entweder durch ein Sieb gießen oder – wer es noch feiner möchte – durch ein Tuch. So einfach habt ihr euch eine kräftige Hühnersuppe gekocht! Wenn das Huhn ausgekühlt ist könnt ihr das Fleisch ablesen und zur Seite stellen.

Für die klassische Hühnersuppe gebt ihr einfach ein paar Suppennudeln, kleine Karottenwürfel und gehackte Petersilie hinzu und kocht die Brühe nochmals auf bis die Nudeln gar sind. Nach Belieben etwas von dem Hühnerfleisch mit erwärmen, fertig!

Aber da mir das zu langweilig ist, zeige ich euch im nächsten Schritt wie daraus meine Asiatische Hühnersuppe wird.

Ihr benötigt:

  • Hühnerbrühe
  • Hühnerfleisch
  • 30ml Sojasoße
  • 30ml Pflanzenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote (Schärfe nach Belieben)
  • 1 Stück Ingwer
  • 1/2 Bund Koriander
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 2 Karotten
  • 1 kleinen Brokkoli
  • 1 kleinen Babyblumenkohl
  • 1/2 Päckchen Capellini (sehr dünne Spaghetti – Garzeit 3 Minuten)
  • 1 Zitrone

Sojasoße und Öl miteinander vermischen. Knoblauchzehe durch eine Presse drücken, Chilischote klein schneiden und alles zur Soja-Öl-Mischung geben. Zur Seite stellen.

Ingwer schälen und fein raspeln. Koriander und Lauchzwiebeln hacken.

Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Brokkoli und Blumenkohl in kleine Röschen teilen und in kochendem Salzwasser (je nach Größe) 8-10Minuten bissfest garen. Ca. 2 Minuten vor Ende der Garzeit, die Karottenscheiben hinzugeben. In ein Sieb abgießen und warm halten.

In der Zwischenzeit die Hühnerbrühe mit dem Fleisch erwärmen und die Nudeln in Salzwasser garen.

Und jetzt kommt der spannende Teil!

In eine Suppenschale einen guten Eßlöffel von der scharfen Soja-Knobi-Öl-Mischung geben. Darauf eine handvoll Capellini, etwas Gemüse und Hühnerfleisch setzen. Nun die heiße Brühe aufgießen und nach Belieben Ingwer, Koriander und Lauchzwiebeln darüber streuen.

Ich mag es gerne noch ein bißchen frischer und schmecke diese Köstlichkeit mit ein paar Spritzern Zitronensaft ab.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Cat

 

Lasagne – nicht nur Garfields Lieblingsgericht

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Ich liiiiiiebe Lasagne! Und genau darum frage ich mich gerade, warum ich sie so selten mache… Aber hier ist sie: meine Lieblingslasagne. Ich gebe zu, dass ich die Nudeln diesmal nicht selbst gemacht habe.

Falls ihr die Nudeln selbst machen wollt – mein Rezept kennt ihr ja. Und wie man eine ordentliche Bolognese zubereitet, habe ich euch auch schon gezeigt. Da fehlt zur Lasagne eigentlich nur noch die Bèchamel – eine helle Soße aus Butter, Mehl und Milch.

Mir persönlich ist die klassische Bèchamel etwas zu langweilig, daher hab ich sie mit Käse „gepimpt“.

Bevor es losgeht braucht ihr einen Topf Bolognese und ein halbes Päckchen Lasagneblätter (alternativ ca. 300g frischen Nudelteig).

Und das braucht ihr für meine Variante der Bèchamel:

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 350 ml Milch
  • 1 Päckchen Schmelzkäse (Sahnekäse)
  • Salz & Pfeffer

Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl hinzugeben und rühren bis sich alles miteinander verbunden hat – nicht braun werden lassen! Ihr habt nun eine sogenannte Mehlschwitze hergestellt.

Nun nach und nach die Milch zugießen und mit dem Schneebesen glatt rühren. Die Soße nun unter ständigem Rühren aufkochen lassen.

Vorsicht: das brennt sehr leicht an! Wenn ihr aufhört zu rühren, nehmt den Topf unbedingt vom Herd!

Wenn die Soße anfängt zu binden und leicht sämig wird, könnt ihr den Schmelzkäse unterrühren. Sobald sich der Käse aufgelöst hat mit Salz & Pfeffer abschmecken – fertig!

Jetzt könnt ihr die Lasagne in eine Auflaufform schichten. Da ich die Bolognese meist schon vorgekocht habe, erwärme ich sie kurz vorm schichten, da sie sich so etwas besser verteilen lässt.

Die Auflaufform fetten, etwas Bèchamel auf dem Boden der Form verteilen und die erste Lage Nudelblätter einlegen. Wenn ihr fertige Nudelblätter verwendet, achtet darauf dass sie nicht übereinander lappen, da sie sonst ungleichmäßig garen.

Auf die Nudelblätter kommt eine Schicht Bolognese. Dann geht es weiter mit etwas Bèchamel, Nudelblätter, Bolognese und so weiter….

Die letzte Schicht sollte Bèchamel sein.

Ich mag meine Lasagne mit viel Käse, daher gebe ich zum Schluß noch eine Kugel Mozzarella und etwas geriebenen Parmesan über die Lasagne.

So sieht es dann aus, bevor es für 40-50Minuten in den 180°C heißen Ofen geht.

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Buon Appetito,

Eure Cat

Südtiroler Apfel-Kartoffel-Frittata

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Also ab sofort werde ich meine Fotos wohl lieber mit einer echten Kamera machen und nicht mehr mit dem Handy…. Was auf dem kleinen Display noch gestochen scharf aussieht, entpuppt sich auf dem Laptop dann doch als verwackelt. Ich werde die Frittata demnächst einfach nochmal machen und dann gibt’s auch ein besseres Bild. Vielleicht meldet sich ja bis dahin jemand zum mitessen? 🙂

Eine Frittata ist ein italienisches Omelett. Ich habe mich für eine Variante mit Südtiroler Zutaten entschieden – Äpfel und Speck! Da bekomme ich direkt wieder Fernweh…

Die Zubereitung ist äußerst einfach – so geht’s:

Zutaten für 4 Portionen

  • 8-10 kleine Kartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 8-10 Scheiben Südtiroler Speck
  • 1-2 Südtiroler Äpfel
  • 6 mittelgroße Eier
  • 100ml Sahne
  • 40g geriebener Parmesan
  • 2 Stiele Thymian
  • etwas Petersilie
  • Salz & Pfeffer

Zunächst die Kartoffeln mit Schale kochen. Wenn sie gar sind, pellen und in Scheiben schneiden.

Äpfel schälen und in Spalten schneiden. Die Schalotten fein würfeln.

Die Eier mit der Sahne verquirlen, mit Salz & Pfeffer würzen und den Parmesan unterrühren.

Thymian und Petersilie hacken.

Ofen auf ca. 140°C vorheizen.

Südtiroler Speck in etwas Olivenöl knusprig anbraten. Die Speckstreifen aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. In der gleichen Pfanne nun die Kartoffelscheiben goldbraun braten. Nun die Schalotten und Äpfel dazu geben und kurz mitbraten.

Den Speck und die Kräuter dazu geben und alles durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Jetzt die Eier-Sahne-Mischung gleichmäßig in der Pfanne verteilen und für ca. 15 Minuten zum Stocken in den Ofen stellen.

Zum Servieren einfach aus der Pfanne gleiten lassen und in Tortenstücke schneiden!

Guten Appetit – Eure Cat